Bild: Uniformjacke eines Zuaven in päpstlichen Diensten, um 1870

01-2012 Kurdistan

24.03.2012 - 02.04.2012

Im Nordirak haben die Kurden nach dem Golfkrieg 2003 eine Oase der Stabilität inmitten eines Ozeans der Instabilität und Gewalt geschaffen. Das ist umso bemerkenswerter, als kein anderes Land im Zeitraum von nur einem Menschenleben die zerstörerische Wut so vieler und so unterschiedlicher Konflikte erfahren hat, wie der Nordirak. Kurdistan, eine neue Touristen-Destination also? Bald könnte es so weit sein. Sicher ist, dass es nur wenigen Ländern gelungen ist, eine von Verrat, Krieg, Hunger und Gewalt geprägte Geschichte in so kurzer Zeit zu überwinden.

Die Kurdistan-Kenner Amalia und Werner van Gent haben exklusiv für die GMS eine einzigartige Reise durch das ehemals sprichwörtlich wilde Kurdistan entworfen.

In nur zehn Tagen erfahren die Teilnehmer/Innen unschätzbare Informationen über einen weitgehend unbekannten Abschnitt der jüngeren Geschichte des Nahen Ostens. Nebenbei werden auch die Kultur sowie der Genuss der einmalig schönen Natur Kurdistans nicht zu kurz kommen. Und: nirgends im Nahen Osten wird der Besucher aus dem Westen so offen und so gastfreundlich empfangen wie im Norden Iraks: die Kurden haben nicht vergessen, wer ihnen seit 1991 geholfen hat!

Die während einer Erkundungsreise mit einer vierköpfigen Delegation detailliert ausgearbeitete Reise findet in enger Absprache mit der Regierung der autonomen Region Kurdistan (KRG) statt. Die Kontakte von Amalia und Werner van Gent auf höchster Ebene garantieren eine sichere Durchführung der Reise.

Samstag

Am frühen Morgen Abflug mit Austrian Airlines ab Zürich via Wien nach Erbil, der Hauptstadt der autonomen Republik Kurdistan. Nach dem Check-In im Hotel trifft man sich am runden Tisch im Sitzungszimmer zu einer Einführung in die Reise. Abendessen in der Stadt. Übernachtung in Erbil

Sonntag

Fahrt von Erbil nach Ba’adre. Besichtigung im Gelände mit Blick auf Gaugamila, eines der wichtigsten Schlachtfelder der Antike, wo Alexander der Grosse das gigantische Heer von Darius III schlug. Mittagessen unterwegs. Weiterfahrt nach Lalesh und Besuch der einsam gelegenen und weltweit einzigen Kultstätte der Yeziden, einer der unbekanntesten und zugleich ältesten Religionsgemeinschaften des Nahen Ostens. Weiterfahrt nach Dohuk und Check-in im Hotel. Abendessen in der Stadt, Übernachtung in Dohuk

Montag

Am Morgen Treffen mit einem lokalen Peshmergakommandanten. Begehungen im Gelände und Erläuterungen zum Verlauf des kurdischen Aufstandes vom Frühjahr 1991. Mittagessen in Dohuk. Nachmittags Fahrt in die nördlich von Dohuk gelegene Stadt Zakho. Ein Besuch in der Militärakademie der Peshmerga-Truppen zeigt, wie sich die ehemalige Guerillatruppe inzwischen zu einer modernen Armee entwickelt hat. Rückfahrt nach Dohuk. Abendessen und Übernachtung in Dohuk

Dienstag

Nach dem Frühstück Start zur relativ langen Fahrt durch das landschaftlich sehr reizvolle Barsani-Tal (Zagros-Berge) mit Tagesziel Rawanduz. Unterwegs Besichtigung des Barsani-Memorials und mit etwas Glück Zusammentreffen mit Sheikh Abdulla Barzani, dem Neffen des Kurdenführers Mostafa Barzani. Mittagessen in Form eines Picknicks bei den prähistorischen Shanidar-Höhlen. Zwei weitere Teepausen unterteilen die Fahrt in angenehme Teilstücke. Abendessen und Übernachtung in Rawanduz.

Mittwoch

Morgens Zeit zur Erholung in der Bungalow-Anlage des Hotels. Gegen Mittag Fahrt auf der strategisch wichtigen Passstrasse des Haj Omran an die irakisch-iranische Grenze. Im nach wie vor stark verminten Gebiet sind Minenräumungs-teams im Einsatz. Erläuterungen entlang der ehemaligen Front des längsten Krieges des 20. Jahrhunderts, Teil I. Rückfahrt nach Rawanduz. Abendessen und Übernachtung
in Rawanduz.

Donnerstag

Fahrt durch landschaftlich sehr reizvolle Streckenabschnitte von Rawanduz über Shaqlawa und Dukan nach Süleymanie. Bei der ehemaligen Landepiste der Alliierten auf der Höhe von Harir Orientierung über die Operationen 1990/91. Auf der Weiterfahrt Überquerung der ehemaligen Front zwischen den Talabani und Barsani-Kräften im innerkurdischen Konflikt der 90-er Jahre sowie Überquerung der Sprachgrenze zwischen dem Kurmanja und Sorani-Gebiet. Mittagessen in der Nähe des heiss umkämpften Dukan-Stausees. Abendessen und Übernachtung in Süleymanie.

Freitag

Am Morgen Fahrt ins Städtchen Halabja. Besichtigung des Memorials zu den Al Anfall Operationen in Begleitung eines Überlebenden der Giftgas-Einsätze Saddam Husseins gegen die kurdische Zivilbevölkerung. Weiterfahrt in Begleitung von ehemaligen Peshmerga-Kämpfern nach Penschwin und Qswarta und Erläuterungen entlang der ehemaligen Front im Iran-Irakkrieg, Teil II. Mittagessen unterwegs. Abendessen und Übernachtung in Süleymanie.

Samstag

Morgens Besuch des lokalen Museums im umgebauten, ehemaligen Zentrum des irakischen Sicherheitsdienstes.
Es ist viel Bild- und Kriegsmaterial vorhanden. Auch das ehemalige Gefängnis hat man erhalten. Anschliessend Besuch des Basars. Mittagessen in der Stadt. Gegen Abend Fahrt zum von einem Deutschen geleiteten Kurdischen Kulturzentrum. Apéro und ein einfaches Abendessen im Kulturzentrum. Übernachtung in Süleymanie.

Sonntag

Nach dem Frühstück Rückfahrt nach Erbil. Teepause in der Oase Hiran, Mittagessen in Erbil. Der Nachmittag dient als Zeitfenster für Treffen mit wichtigen Persönlichkeiten aus dem Beziehungsnetz von Werner van Gent. Solche Gespräche können in Kurdistan allerdings nur spontan organisiert werden. Farewell Dinner in einem ausgezeichneten Restaurant. Übernachtung in Erbil.

Montag

Der morgen dient noch einmal als Zeitfenster für interessante Gespräche. Check-out im Hotel. Die Fahrt zum Flughafen unterbrechen wir für eine kleine Mittagsmahlzeit. Am späteren Nachmittag Rückflug mit Austrian Airlines ab Erbil via Wien nach Zürich.

Ausrüstung

Mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültiger Reisepass mit Visum. Gutes Schuhwerk, bequeme Reisekleidung, umfassender Sonnenschutz, eventuell Haut- und Nasepflegemittel als Schutz gegen die sehr trockene Luft.

Körperliche Anforderungen

Die Reise wird nach der GMS-Schwierigkeitsskala als leichte Reise “L” eingestuft. Es ist entsprechend keine besonderen Marschtüchtigkeit erforderlich. Dennoch ist die Reisedauer von 10 Tagen bei der persönlichen Beruteilung der Leistungsfähigkeit in Betracht zu ziehen.

Unterlagen

Informationsmaterial mit Literaturverzeichnis wird den Teilnehmern ca. einen Monat vor der Reise zugestellt

Reiseleitung

Werner van Gent

Kosten pro Person

Leistungen gemäss Programm

Doppelzimmer Mitglieder                   Fr.           6‘485.–

Doppelzimmer nicht Mitglieder       Fr.           6‘585.–

Einzelzimmer-Zuschlag                       Fr.           1‘295.–

Anmeldung zum downloaden

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