Bild: Wams eines Papstgardisten, zur Zeit des Pontifikats Pius X. (1903-1914)

01-2013 Fraubrunnen – Grauholz – Neuenegg

02.03.2013 - 02.03.2013

Schauplätze der französischen Invasion 1798

„O Herr, o Herr, o Mutter, o Mutter, sie kommen, sie kommen!“ schrie draussen ein Kind. „Wer?“ schrie die Frau. „Die Franzosen, sie sind schon im Lochbach oder doch in Burgdorf; hör, wie sie schiessen!“ „O Christen, o Christen!“ schrie Elsi; alle liefen hinaus. Draussen stand alles vor den Häusern, soweit man sehen konnte, und „Pung, Pung!“ tönte es Schuss um Schuss dumpf über den Berg her. Ernst horchten die Männer, bebend standen die Weiber, und womöglich stund jedes neben oder hinter dem Mann, rührte ihn an oder legte die Hand in seine, und gar manches Weib, das lange dem Mann kein gut Wort gegeben, ward zärtlich und bat: „Verlass mich nicht, dr tusig Gottswille, verlass mich nicht, mein Lebtag will ich dir kein böses Wort mehr geben!“ …

„Am fünften März war’s, als der Franzos ins Land drang, im Lande der Sturm erging, die Glocken hallten, die Feuer brannten auf den Hochwachten, die Böller krachten, und der Landsturm aus allen Tälern brach, der Landsturm, der nicht wusste, was er sollte, während niemand daran dachte, was er mit ihm machen sollte. Aus den nächsten Tälern strömte er Burgdorf zu; dort hiess es, man solle auf Fraubrunnen, die Nachricht sei gekommen, dass die Franzosen von Solothurn aufgebrochen; auf dem Fraubrunner Felde sollte geschlagen werden, dort warteten die Berner und namentlich Füsiliere und Kanoniere aus dieser Gegend“.

Was Jeremias Gotthelf in seiner historischen Erzählung „Elsi, die seltsame Magd“ 1843 im ‚Neuen Schweizerischen Unterhaltungsblatt für gebildete Leser aller Stände‘ festhielt ist erneut auch Thema der ersten GMS Exkursion des Reisejahres 2013.

Bei dieser Wiederholungsreise (2005) geht es um den Krieg Berns gegen den französischen Invasor am 5. März 1798.

Wir besichtigen die Schlachtfelder von Fraubrunnen, Grauholz und Neuenegg sowie die französische Angriffsgrundstellung in Solothurn und folgen den Etappen der Rekognoszierungsreise von Napoléon Bonaparte in Fraubrunnen.

Programm

07.00 Abfahrt mit dem Reisecar ab Carparkplatz Sihlquai via Solothurn nach Fraubrunnen. Schilderung der Schlachtvom 5. März 1798 auf dem Tafelenfeld.

Nach dem Kaffeehalt Weiterfahrt zum Denkmal am Grauholz. Präsentation des letzten Kampfes der alten Republik Bern.

12.00 Mittagessen in Bern

Anschliessend Spaziergang durch die Berner Altstadt bis zum Münster. Weiterfahrt zum Denkmal in Neuenegg. Schilderung der dortigen Schlachtereignisse und thematische Zusammenfassung.

17.30 ca. Ankunft in Zürich, Carparkplatz Sihlquai

Reiseleitung

Dr. Jürg Stüssi-Lauterburg, Windisch

Fotogalerie (G. Bindschedler und H. Stauffer)

Der treffende Kurzkommentar anstelle einer Reiseberichterstattung

„Es war wieder ein Stüssi-Feuerwerk! Er hat es einmal mehr verstanden sich nicht auf 1798 zu beschränken, sondern den Bogen von den Römern bis hin zur Abzockerinitiative zu schlagen.“ (SAF)