Bild: Uniformjacke eines Zuaven in päpstlichen Diensten, um 1870

02-2015 Friedrich der Grosse

11.05.2015 - 15.05.2015

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Der Klick zu Thomas E. Geigys Reisebericht

Erschienen im GMS Magazin Nr. 84-2015

Reisleitung

Div (a D) Eugen Hofmeister, Präsident der GMS, Sempach

 

„Der Alte Fritz“ – Wirken und Auswirkung

Friedrich II. wurde 1712 im Berliner Schloss geboren. Unter strengem Regime des sparsamen König Friedrich Wilhelm I. wuchs er auf. Sein ganzes Leben litt er unter dem Vater – Sohn Konflikt. Sein Vater starb 1740, Friedrich übernahm mit 28 Jahren das Zepter.

Leichtsinn und Übermut bewog ihn gleichen Jahres zum Einmarsch in Schlesien. Sich über alle moralischen Bedenken hinwegsetzend, sah er sich durch den Tod Kaiser Karls VI. legitimiert, diesen Landstrich Preussen einzuverleiben. 22‘000 Mann sollten es richten, ein lebenslängliches Ringen mit dem Hause Habsburg resultierte daraus.

Unter seiner Führung etablierte sich Preussen während des Siebenjährigen Krieges gegen Frankreich, Österreich, Russland, Schweden und Kursachsen als neue Grossmacht.

Friedrich führte die preussische Armee in nicht weniger als elf grossen Schlachten. Nicht immer war er allerdings als Feldherr erfolgreich. In der Schlacht von Kunersdorf von 1759 verlor er gegen ein russisch-österreichisches Heer nahezu seine ganze Armee.

Friedrichs Grösse lag nicht in der Einleitung einer neuen Epoche, sondern darin, dass er seinem Zeitalter ein besonderes Gepräge verlieh; dem Zeitalter der absoluten Monarchie, der merkantilistischen Politik und der stehenden Berufsheere.

Seine Armee war wie der Staat auch das Erbe einer Reihe ungewöhnlich fähiger Vorgänger. Er brachte dieses Erbe zu höchster Vollkommenheit, aber er änderte nichts daran; selbst seine Strategie hielt sich bei aller Kühnheit immer in den engen Grenzen seiner Zeit. Schon knapp eine Generation nach ihm sollte diese Armee auf den Schlachtfeldern von Jena und Auerstedt gegen Napoleon wieder zusammenbrechen.

Im Bereich der Künste entwickelte sich das nach ihm benannte „friderizianische Rokoko“, das im Weinbergschloss Sanssouci seinen wohl vollendeten Ausdruck fand. Dort versammelte Friedrich eine illustre Runde von Geistesgrössen, darunter der berühmte Philosoph Voltaire, die als „Tafelrunde von Sanssouci“ in die Geschichte eingehen sollte. In diesem Schloss ist der gegen sein Lebensende zunehmend zum Zyniker gewordene und im Volksmund bald als „alter Fritz“ bezeichnete Herrscher im Alter von 74 Jahren verstorben.

Das Bild Friedrichs wandelte sich in den letzten 200 Jahren, je nachdem, welche politischen Systeme ihn für die eigene Sache vereinnahmten. Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik zu den Nationalsozialisten und der unterschiedlichen Betrachtung in der DDR und in der BRD. Nach dem Untergang des Dritten Reiches ging auch Preussen unter.

Bundespräsident Richard Weizsäcker sagte in seiner Ansprache zum 200. Todestag Friedrich des Grossen 1986: „Wenn auch sein Staat Preussen von der Landkarte verschwunden ist, wirkt er 200 Jahre nach seinem Tode unter uns fort. Es gehört wahrlich nicht zum schlechtesten Teil der Hinterlassenschaft aus unserer Geschichte. Dies zu erkennen und zu würdigen, liegt in unserem ureigensten, gegenwärtigen Interesse.“

Programm

Montag

0850 Abflug ab Zürich nach Berlin.

Transfer zum Hotel in Berlin Mitte und Zimmerbezug (vier Nächte). Nach dem Mittagessen Einführung Unter den Linden; Fussmarsch von der Schlossbrücke zum Brandenburger Tor mit Besichtigung diverser Bauwerke aus der friderizianischen Zeit. Abendessen und Übernachtung**** in Berlin.

Dienstag

Fahrt nach Rheinsberg. Besuch der Altstadt und der Schlossanlage, in welcher Friedrich als Kronprinz von 1736-1740 lebte. Mittagessen in Rheinsberg. Fahrt nach Niederfinow und Besuch der gigantischen Schiffshebewerke am östlichen Ende des Oder-Havel Kanals. Rückkehr nach Berlin. Abendessen und Übernachtung**** in Berlin.

Mittwoch

Besichtigung des Gendarmenmarkt und des Forums Friedericianum mit der St. Hedwigskathedrale, der königlichen Oper und der königlichen Bibliothek. Die Berliner bezeichnen sie liebevoll als „die Kommode“. Mittagessen inmitten von Berlin. Besuch des Deutschen Historischen Museums im Zeughaus mit Fokus Friedrich des Grossen bis zur militärischen Niederlage Deutschlands 1918 und dem Ende des Kaiserreichs. Individuelles Abendessen, Übernachtung**** in Berlin.

Donnerstag

Fahrt nach Potsdam. Besichtigung des Schlosses und der Parkanlage Sanssouci, die 1745-1747 nach den Vorstellungen Friedrichs des Grossen erbaut wurde. Rückfahrt nach Berlin und Mittagessen in einer gemütlichen Brasserie. Schifffahrt auf der Spree. Abendessen und Übernachtung**** in Berlin.

Freitag

Stadtspaziergang durch den Tiergarten und entlang der Spree. Ausführungen zu den berühmten Denkmälern von Bismarck, Moltke und Roon, u.a. dem Schloss Bellevue, dem Bundeskanzleramt und dem Deutschen Bundestag. Mittagessen. Transfer zum Flughafen Tegel und Rückflug in die Schweiz mit voraussichtlicher Ankunftszeit in Zürich um 1620.

 

 

 

 

 

  • Die angebotenen Reisen 2019 befinden sich noch im „Vorprogramm-Modus“ – der verbindliche Reisepreis wird im März publiziert.