Bild: Waffenrock eines Trainfouriers, eidg. Ordonnanz 1926

08.2-2013 Reduiteingang Thunersee

26.04.2013 - 27.04.2013

Brigadier a D Jürg Keller führt seine Reihe beliebter und bewährter Kurzreisen durch die Dispositive der Schweizer Armee während des 2. Weltkrieges diesmal im Berner Oberland fort. Ziel seiner diesjährigen Reise sind die  Infanteristischen- und artilleristischen Befestigungsanlagen am Thunersee und eingangs des Simmen- und Kandertals

Ab dem Sommer 1940 hatte die 3. Division zwischen Hohgant und Kaiseregg, später dann Stockhorn, die Eingänge zum Zentralraum mit Schwergewicht entlang der beiden Thunerseeachsen zu sperren. Dies, nachdem Teile der Bernerdivision bis dahin für Einsätze im Fricktal vorgesehen waren.

Der Abschluss des Deutsch-Französischen Waffenstillstands führte zur heute legendären Umgruppierung schweizerischer Kräfte, die General Guisan am 25. Juli 1940 auf dem Rütli begründete und der Truppe mittels nachfolgenden Armeebefehls zur Kenntnis brachte.

„Ich habe kürzlich wichtige Umgruppierungen unserer Kräfte angeordnet. Viele haben dies in dem Augenblick festgestellt, wo ihre Einheit disloziert worden ist. Sie haben sich gefragt, warum die ausgeführten Werke scheinbar zwecklos geworden sind, warum die Armee überhaupt noch unter den Waffen stehe. Ich weiss, dass ihr meine Befehle ausführt, selbst wenn draussen an der Front die Gründe nicht immer erkennbar sind, welche sie veranlasst haben. Trotzdem liegt mir daran, Euch die wichtigsten unter ihnen mitzuteilen: …

Die geschichtlichen Ereignisse, die sich in der letzten Zeit unter unsern Augen abspielten, haben unsere Pflicht, wachsam zu sein, in nichts verringert. Es befinden sich zur Zeit ennet unserer Grenzen mehr Truppen denn je und zwar ausgezeichnete. Was vor einigen Wochen noch unvorstellbar war, liegt heute im Bereich der Möglichkeit: Wir können von allen Seiten zugleich angegriffen werden.

Die Armee hat sich dieser neuen Lage anzupassen und eine Aufstellung zu beziehen, die ihr gestattet, sich auf allen Fronten wirksam zu verteidigen. Auf diese Weise wird sie ihre geschichtliche Aufgabe erfüllen, die sich grundsätzlich nicht verändert hat.

Hier liegt der Grund für die Umstellungen an denen Eure Einheit beteiligt war.

Es muss Euch genügen, dies zu wissen.Heute, auf dem Rütli, der Wiege unserer Freiheit, habe ich die höheren Truppenkommandanten versammelt, um ihnen diesen Armeebefehl auszuhändigen, mit dem Auftrag, ihn Euch zu übermitteln. …

Der General“

Programm

Freitag

Individuelle Anreise nach Thun

0945 Besammlung beim Bahnhof

Fahrt mit zwei Kleinbussen nach Heiligenschwendi. Besichtigung der gleichnamigen Sperrstelle. Kaffeepause und Einführung in das Tagesthema. Weiterfahrt nach Sigriswil und durchs Justistal zum Artilleriewerk „Waldbrand“. Mittagessen im Artilleriewerk und Besichtigung der Anlage. Anschliessend Fahrt mit der Beatenbergbahn zur Beatenbucht und Besichtigung des Infanteriewerks „Fischbalmen“. Weiterfahrt nach Interlaken, Informationen zu den „Bödeli“ Werken. Abendessen und Übernachtung**** in Aeschi bei Spiez.

Samstag

Abfahrt nach Aeschiallmend. Behandlung der Thematik der Artillerie-Bunker. Weiterfahrt und Besuch des Artilleriewerkes Faulensee. Nach einer Kaffeepause Weiterfahrt über Einigen nach Mülenen mit Informationen zur Kander- und Spissi- Sperre. Mittagessen in Mülenen. Anschliessend Besuch der Infanterie- und Artillerie-Bunker der Sperre Mülenen. Weiterfahrt nach Hondrich und Besuch des dortigen „KP Heinrich“.

1650 Eintreffen am Bahnhof Thun,  individuelle Heimreise

Reiseleitung

Brigadier a D Jürg Keller, Sugiez