Bild: Frack eines Soldaten des 3. Schweizerregiments in neapolitanischen Diensten, 1828-1836

10-2014 Vor 100 Jahren: Das Wunder an der Marne

18.06.2014 - 21.06.2014

French_soldiers_ditch_1914

Die Entscheidungsschlacht an der Marne 1914 ist Thema der neu aufgelegten Reise unter Leitung von Dr. Thomas Hug, der noch im Herbst 2012 vom mittlerweile verstorbenen GMS-Ehrenpräsidenten zur Durchführung dieser Exkursion bewogen wurde. In gewissem Sinne also auch eine „Hansruedi Herdener Memorial-Reise“ …

„Aux Armées… Au moment où s‘engage une bataille dont dépend le sort du pays, il importe de rappeler à tous que le moment n‘est plus de regarder en arrière ; tous les efforts doivent être employés à attaquer et refouler l‘ennemi. Une troupe qui ne peut plus avancer devra, coûte que coûte, garder le terrain conquis et se faire tuer sur place, plutôt que de reculer. Dans les circonstances actuelles, aucune défaillance ne peut être tolérée.“

Tagesbefehl von General Josephe Joffre am 06.09.1914

Noch an jenem Tag standen die deutschen Armeen vor Paris und die französische Niederlage schien unausweichlich. Nur vier Tage später wichen die Deutschen überraschend zurück und gaben den möglichen Sieg und damit die Aussicht auf eine rasche Beendigung des Krieges noch im Jahr 1914 aus der Hand. General Joffre triumphierte und Frankreich war vorerst gerettet.

Was war geschehen, was hatte das „Wunder an der Marne“ bewirkt? Antworten auf diese Fragen suchen wir an bekannten und unbekannten Schauplätzen der Entscheidungsschlacht an der Marne, ohne dabei kulturelle Höhepunkte in der Region wie den Besuch der Kathedrale von Reims oder der Schlossanlage von Pierrefonds ausser Acht zu lassen.

Reiseprogramm

Mittwoch

0735 Abflug ab Zürich mit Swiss nach Paris Charles de Gaulle. Fahrt mit Car nach Montceaux und Schilderung des dortigen Gefechts. Mittagessen in Linthes und Einführung in die Thematik der ersten Marneschlacht. Anschliessend Fahrt nach Vassimont, Schauplatz der letzten Husarenattacke, und Lenharée, wo sächsische Truppen im Morgengrauen einen überraschenden Bajonettangriff vortrugen. Weiterfahrt nach Reims mit individuellem Abendessen. Übernachtung*** im Stadtzentrum (zwei Nächte).

Donnerstag

Fahrt zum Château de Montmort, Hauptquartier der zweiten deutschen Armee. Anschliessend Schilderung des Gefechts bei St. Prix und des Angriffs auf Mondement. Innenbesichtigung des hart umkämpften Schlosses Mondement mit Empfang durch die Schlossherrin. Fahrt durch die Sümpfe von St. Gond und Schilderung des Gefechts von Congy. Mittagessen in Château Thierry und Einführung in die zweite Marneschlacht von 1918. Am Nachmittag Besuch der Côte 204 mit dem monumentalen US-Denkmal und der Gedenkstätte im Bois de Belleau. Weiterfahrt zum Fort de la Pompelle mit Besichtigung von Fort und Museum 1914/18. Rückfahrt nach Reims mit Besuch der Kathedrale. Individuelles Abendessen, Übernachtung*** in Reims.

Freitag

Fahrt nach Villeroy: Letzter Angriff des französischen Oberleutnants Peguy. In Barcy und Chambry Schilderung des Angriffs des französischen Infanterieregiments 246 und in Etrepilly des Gefechts um das Dorf. Nach dem Mittagessen Besuch des neuen Musée de la Grande Guerre in Meaux. Anschliessend Fahrt zum Château de Mareuil, Hauptquartier der ersten deutschen Armee. Fahrt über Fôret de Retz, Villers-Cotterèts (Standort des Aussichtsturms von General Mangin 1918) nach Compiègne. Abendessen und Übernachtung*** in Compiègne.

Samstag

Fahrt zur Clairière de l’armistice mit Besichtigung der Lichtung und des Salonwagens der Waffenstillstandsverhandlungen vom 11. November 1918 und vom 22. Juni 1940. Anschliessend Weiterfahrt zum mittelalterlichen Château de Pierrefonds mit Innenbesichtigung. Feierliches Schlussessen in Saint-Jean-aux-Bois. Rückfahrt zum Flughafen Paris Charles de Gaulle. 1845 Abflug ab Paris Charles de Gaulle mit voraussichtlicher Ankunftszeit in Zürich um 1955.

Reiseleitung

Dr. Thomas Hug, Bözberg