Bild: Waffenrock eines Oberleutnants der Kavallerie-Mitrailleure, 1915

13-2015 „Erstes Deutsches Kaiserreich“

29.06.2015 - 03.07.2015

Reichskrone

 

Reiseleitung

Dr. Christoph C. Baumann, Stäfa

Reisetage

Montag – Freitag

Claus Bally’s Reisebericht

Der Link zum Bericht im GMS MAGAZIN Nr. 86

13-2015-GMS_Magazin_Nr_86_2016

Kaiserstätten in Sachsen

Das Auseinanderbrechen des überdehnten Reiches Karls des Grossen führte zur Bildung von Teilreichen, u. a. Ostund Westfranken. Die ostfränkischen Herrscher starben 911 aus, sodass mit Heinrich I. von Sachsen eine neue Dynastie („Ottonen“) begründet wurde. Die Herrschaft blieb fortan in der Hand deutscher Könige und Kaiser, so dass die Bezeichnung „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ entstand (bis 1806). Der Sohn Heinrichs, Otto I., der Grosse, erneuerte die Kaiserwürde unter Einbezug des Reichteils Italien. Ottos Tochter Mathilde war die berühmte Äbtissin von Quedlinburg, wo Heinrich I. begraben liegt. Otto I. dehnte das Reich gegen Osten in das Gebiet der Slawen aus. Er gründete das Erzbistum Magdeburg an der Elbe, wo sein Sarkophag im Dom liegt. Heinrich II., der letzte Vertreter dieser Dynastie, war der Stifter des Basler Münsters und Gründer der Pfalz Goslar. In dieser Zeit entstanden auch die berühmten, nun 1000jährigen Bronzetüren des Bischofs Bernward von Hildesheim sowie die Basilika St. Michael mit ihrer prächtigen Kassettendecke. Die Herrschaft ging nun an die salische Dynastie über. Es war die schicksalhafte Zeit der „Heinriche“, deren wohl bekanntester Heinrich IV. war (Gang nach Canossa). Er und sein Vater Heinrich III. hielten sich oft in Goslar auf, wo auch Reichstage abgehalten wurden. Nachfolger der Salier wurde Lothar III. von Supplinburg, der in Königslutter bestattet liegt. Im Braunschweig des Sachsenherzogs Heinrichs des Löwen besuchen wir den Dom. Wolfenbüttel, Braunschweiger Residenz, gelangte durch die Herzog-August-Bibliothek zur Berühmtheit, insbesondere wegen des dortigen Aufenthaltes von Leibniz und Lessing. Auch die schmucke Welfen-Stadt Celle ist berühmt. Die im Schloss geborene Sophie Dorothea heiratete dort Georg Ludwig von Hannover, der 1714 als Georg I. König von England wurde und das englische Haus Hannover, das bis und mit Victoria (+1901) bestand, begründete.

Programm

Montag

0700 Abfahrt ab Zürich Hauptbahnhof mit dem Zug via Basel nach Hildesheim. Nach der Ankunft besichtigen wir St. Michael mit seinem Dom und den Bernwardtüren. Abendessen und Übernachtung im Hotel**** in Hildesheim.

Dienstag

Fahrt mit dem Car nach Braunschweig und Besichtigung des Dombezirks und des Doms (Heinrich der Löwe, Kaiser Otto IV.). Wir fahren weiter und besuchen den Dom von Königslutter (Lothar III.). Nach dem Mittagessen geht es weiter über Helmstedt nach Magdeburg (Besuch des Domes Otto I.) und schliesslich nach Quedlinburg. Abendessen und Übernachtung**** in Quedlinburg.

Mittwoch

Morgens spazieren wir durch die Altstadt von Quedlinburg und besichtigen das Schloss St. Servatius und die Stiftskirche (Heinrich I. und Sonderbares vom „Dritten Reich”). Mittagessen in einem lokalen Restaurant. Nachmittags fahren wir nach Gernrode. Hier nehmen wir an einer Führung durch die berühmte Kirche St. Cyriakus (Graf Gero) teil. Abendessen und Übernachtung**** in Goslar.

Donnerstag

Am Morgen besichtigen wir die Stadt Goslar und besuchen die Kaiserpfalz. Nach dem Mittagessen fahren wir nach Wolfenbüttel und erhalten eine Führung durch die Herzog-August-Bibliothek inklusive dem Lessing-Haus. Gegen Abend erreichen wir Celle. Abendessen und Übernachtung**** in Celle.

Freitag

Nach dem Frühstück spazieren wir durch die vom Weltkrieg unversehrte Welfen-Stadt Celle und besichtigen das Schloss. Nach dem Mittagessen bringt uns der Bus zum Flughafen Hannover. Direktflug ab Hannover nach Zürich mit voraussichtlicher Ankunftszeit um 1615.