Bild: Waffenrock eines Trainfouriers, eidg. Ordonnanz 1926

15-2017 | Aufstieg Preussens zum mächtigen Königreich

21.08.2017 - 26.08.2017

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Reiseleitung

Div (a D) Eugen Hofmeister, Präsident der GMS, Sempach

Reisetage

Sechs Tage, Montag 21. – Samstag 26. August 2017

Von Friedrich dem Grossen bis Otto von Bismarck

Wenn man die fast 300-jährige Geschichte Preussens auf die prägenden Persönlichkeiten reduziert, kommt man zwangsläufig auf Kurfürst Friedrich III., der 1701 als Friedrich I. zum ersten preussischen König gekrönt wird. Friedrich Wilhelm I. «der Soldatenkönig» und Friedrich II. «der Grosse» oder auch «der Alte Fritz» folgen ihm auf den Thron. Zur Blütezeit Preussens prägt ein Politiker während seiner langjährigen Kanzlerschaft das aufstrebende Reich ohne Beispiel: Otto von Bismarck zieht die Fäden unter drei Königen bzw. Kaisern.

Nach dem dreissigjährigen Krieg waren weite Teile Deutschlands völlig verwüstet. Im Dezember 1640, beim Regierungsantritt von Friedrich Wilhelm «der Grosse Kurfürst» war Brandenburg immer noch besetztes Gebiet. Zwar einigte man sich im Juli 1641 mit den Schweden auf einen Waffenstillstand, aber das Plündern, Brandschatzen und Übergriffe aller Art nahmen dadurch kein Ende. Erst 1643 kehrte Friedrich Wilhelm aus der relativen Sicherheit von Königsberg in das verwüstete Berlin zurück. Ihm verdankt Brandenburg-Preussen den Aufbau einer respektablen Militärmacht.

Kriege ziehen sich wie ein roter Faden durch die preussische Geschichte, von 1740 beim Einmarsch Friedrichs II. in Schlesien bis zu den Einigungskriegen gegen Dänemark 1864, gegen Österreich 1866 und gegen Frankreich 1870/71.

Dabei verlief die Geschichte Preussens nicht geradlinig, wenn man an die Niederlagen Friedrichs des Grossen im Siebenjährigen Krieg und die katastrophale Niederlage von Jena und Auerstedt gegen Napoleon denkt. Die überrissenen Ambitionen Kaiser Wilhelm II. führten schliesslich in die Katastrophe des Ersten Weltkriegs und zum Untergang des Kaiserreichs.

Programm

Montag

Morgens Flug mit SWISS von Zürich nach Berlin/Tegel. Transfer mit Car in die Stadt. Mittagessen auf den Humboldt Terrassen. Nachmittags Besichtigung des neuen Stadtschlosses und Spaziergang «unter den Linden» zum Brandenburger Tor. Das Stadtschloss war über Jahrhunderte das Machtzentrum Brandenburgs/Preussens. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört und die Überreste 1950 auf Befehl der DDR Regierung gesprengt. Dem Neubau gingen jahrelange hitzig geführte Diskussionen voraus. 2019 soll es als Humboldt-Forum eröffnet werden. Fahrt zum Hotel und Zimmerbezug für 5 Nächte. Abendessen in der Stadt, Übernachtung**** in Berlin.

Dienstag

Stadtbesichtigung zu Fuss vom Gendarmenmarkt zum Forum Friedericianum. Das Forum repräsentiert die Bauwerke aus der Zeit Friedrichs, obwohl sich der König höchst ungern in Berlin aufhielt. Mittagessen und nachmittags Besuch des Deutschen Historischen Museums. Dieses war ursprünglich ein Zeughaus für die Leibgarde des Königs und ist der einzige erhaltene Barockbau in Berlin Mitte. Abendessen am Gendarmenmarkt, Übernachtung****.

Mittwoch

Fahrt im Car nach Rheinsberg. Besuch der Altstadt und der Schlossanlage. Rheinsberg war wegen den Auseinandersetzungen zwischen Friedrich Wilhelm I. und seinem Sohn während vier Jahren Wohnsitz von Kronprinz Friedrich. In Rheinsberg erfuhr Friedrich 1740 vom Tod seines Vaters. So wurde Friedrich überraschend mit 27 Jahren König von Preussen. Mittagessen. Nachmittags Fahrt nach Niederfinow und Besichtigung der dortigen Schiffshebewerke. Ab 1746 standen mit dem Friedrich-Wilhelm-Kanal und dem Finowkanal zwei Schifffahrtswege zwischen Elbe und Oder zur Verfügung, um wichtige Lebensgüter nach Berlin zu transportieren. Das neue Schiffshebewerk gestattet modernen Güterschiffen mit einer Länge von bis zu 110 Metern zu passieren. Anschliessend Rückfahrt nach Berlin. Individuelles Abendessen und Übernachtung****.

Donnerstag

Fahrt nach Spandau. Von den ursprünglich drei grossen Festungen in Preussen ist nur noch Spandau erhalten. Spandau erlebte eine wechselvolle Geschichte. So zogen 1806, nach der katastrophalen Niederlage von Jena und Auerstedt, die Franzosen in die Festung ein. 1813 belagerten und beschossen die Preussen die Zitadelle, wobei das Pulvermagazin in die Luft flog. Besuch der Zitadelle mit der Waffenausstellung preussischer Waffenschmiede, anschliessend Fahrt nach Potsdam. Mittagessen. Besuch des Museums Brandenburgisch-Preussischer Geschichte. Anschliessend besichtigen wir den Schlossparks Sanssouci. Rückfahrt nach Berlin. Abendessen in der Friedrichstrasse. Übernachtung****.

Freitag

Fahrt nach Leipzig, dem Ort der gigantischen Völkerschlacht 1813. Es war die Schlacht, die das Ende der napoleonischen Herrschaft in Europa einleitete. Besichtigung des Völkerschlachtdenkmals und –Museums nach dem Mittagessen. Rückfahrt nach Berlin. Abendessen am Gendarmenmarkt. Übernachtung****.

Samstag

Fahrt zur Siegessäule am Grossen Stern. Die 67 m hohe Siegessäule wurde nach den Feldzügen von 1864, 1866 und 1870/71 gebaut und erst 1938 an den heutigen Standort versetzt. Die Denkmäler von Roon, Moltke und Bismarck um den Grossen Stern repräsentieren das «Dreigestirn» der militärischen Macht zur Zeit der Reichsgründung. Besichtigung des Schlosses Bellevue, des Kanzleramts und des Bundestags. Anschliessend Fahrt nach Berlin/Tegel. Individuelles Mittagessen am Flughafen. Nachmittags Rückflug mit SWISS nach Zürich, erwartete Ankunftszeit in Zürich am frühen Abend.

Ausrüstung

Gültiger Reisepass oder Identitätskarte. Bequeme, der Witterung angepasste Reisebekleidung, bequemes Schuhwerk, Strassenanzug erwünscht.

Vorbereitung

Den Teilnehmern wird vor der Reise eine zur persönlichen Reisevorbereitung verfasste Dokumentation zugestellt.

Fitness

GMS Kategorie L: Die Reise stellt keine besonderen Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden. Es bedarf jedoch einer gewissen Ausdauer während der Stadtrundgänge.

Kosten pro Person

Leistungen gemäss Programm
Doppelzimmer Mitglieder Fr. 1’940.–
Doppelzimmer Nichtmitglieder Fr. 2’040.–
Zuschlag Einzelzimmer Fr. 210.–

Anmeldung zum downloaden

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