Bild: Frack von Dr. J. Kleinert, Arzt im Bataillon Ginsberg, 1847

16-2014 Vor 100 Jahren: Mobilmachung in der Schweiz

02.08.2014 - 03.08.2014

grenzbesetzung2

Feldmeilen und Maienfeld  – Hauenstein und Murten sind die geographischen Verankerungen dieser einmaligen Gedenkreise – auf den Tag genau 100 Jahre nach der Mobilmachung 1914 – unter Leitung von Hans Rudolf Fuhrer.

Am 31.7.1914 beschloss der Bundesrat die Pikettstellung der Armee, für den 3. August die Allgemeine Mobilmachung sowie die Einberufung der im Ausland lebenden Angehörigen des Auszugs und der Landwehr. An diese ereignisreichen Tage vor 100 Jahre wollen wir in diesen beiden Tagen anfangs August 1914 – nach dem Nationalfeiertag – zurückdenken. Die Bewahrung im folgenden schrecklichen, über vierjährigen Krieg war den damaligen Schweizerinnen und Schweizern grundsätzlich unverständlich, und man suchte nach Erklärungen. Die Wehrbereitschaft des ganzen Volkes – die „Grenzbesetzung“ – war die Sinnfindung, welche auch in den Zweiten Weltkrieg hinein trug. Heute wissen wir Zusätzliches, was den Zeitgenossen verborgen blieb. Es gibt heute Stimmen, welche den Einsatz der Armee entwerten wollen, ohne aber über Behauptungen hinweggekommen zu sein.

„Sehr geehrter Herr Kollege!

Die Lage spitzt sich immer mehr zu und der Beginn des grossen, lange erwarteten Dramas steht vielleicht nahe bevor. Wie ist es? Sollen unsere Abmachungen noch gelten? Oder sind Sie inzwischen anderer Ansicht geworden? Frankreich kirrt, wie ich lese, schon wieder mit der Zusage freier Verpflegungsdurchfuhr. Sie wissen, dass Sie bei uns auf dasselbe rechnen können. Ich bin begierig, ob Sie Akteur oder Zuschauer sein werden. Meine Zusage des „ante portas“ halte ich aufrecht. Die Manöver, die wir für den Herbst planten, werden wohl etwas früher stattfinden und grösser ausfallen als beabsichtigt war, auch nicht mit Platzpatronen abgehalten werden. Auf alle Fälle bleibe ich Ihr freundschaftlich ergebener Moltke“.

Moltke an Sprecher, 29.07.1914

Das in Aussicht gestellte „ante portas“ Telegramm traf a 31. Juli an Sprechers Privatadresse ein. Am folgenden Tag begann der Erste Weltkrieg und am 3. August wählte die vereinigte Bundesversammlung Ulrich Wille zum Oberbefehlshaber der Schweizer Armee.

Programm

Samstag

0815 Abfahrt mit Car ab Zürich, Carparkplatz Sihlquai nach Feldmeilen. Besuch des Landgutes Mariafeld, dem Wohnsitz des Generals. Thema: Ulrich Wille. Weiterfahrt nach Maienfeld. Mittagessen. Nachmittags Besuch des „von Sprecher-Hauses“. Thema: Theophil Sprecher von Bernegg, anschliessend offener Weinkeller. Rückfahrt nach Zürich mit voraussichtlicher Ankunftszeit 1830.

Abendessen fakultativ, Übernachtung*** in Zürich. (Teilnehmer aus dem Grossraum Zürich können auf Wunsch auf Übernachtung und Frühstück verzichten. Siehe Abschnitt „Kosten pro Person“).

Sonntag

0815 Abfahrt mit Car ab Zürich, Carparkplatz Sihlquai nach Olten. Zustiegsmöglichkeit beim Bahnhof Olten. Erläuterungen zur Befestigung des Hauensteins. Kaffeepause. Besichtigung der Stellungen am „Spitzenflühli“. Mittagessen. Nachmittags Fahrt nach Murten und Besichtigung der Befestigungen Bibernächer und des Réduits Grossholz. Rückfahrt nach Zürich, Ausstiegsmöglichkeit in Bern.

19.30 ca. Ankunft in Zürich, Carparkplatz Sihlquai.

Reiseleitung

PD Dr. Hans Rudolf Fuhrer, Meilen