Bild: Frack des Grenadieroffiziers Hptm Emanuel von Vincenz im 1. Fremdenregiment des Kirchenstaates, um 1855

18-2014 Poche de Falaise – Juli / August 1944

11.08.2014 - 15.08.2014

Breakout

Das „Stalingrad“ der Normandie, so untertitelt unser Frankreichkenner Dominique Juilland seine „operative Reise“ 2014.

Erst nach mehr als einem Monat zähen und zermürbenden Kämpfen gelingt den am 6. Juni gelandeten Alliierten der Ausbruch aus der Normandie bei Avranches. Doch die deutschen Panzerverbände geben sich nicht geschlagen und versuchen mit einem Gegenangriff bei Mortain die amerikanischen Verbände zurückzudrängen. Doch den überlegenen Alliierten gelingt es, die sich zurückziehende deutsche 7. Armee und 5. Panzerarmee zu umfassen und bei Falaise einzukesseln. Damit endet der deutsche Widerstand in der Normandie und beginnt der alliierte Vormarsch Richtung deutsche Grenze.

„Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Westteil des normannischen Landekopfes warfen die Nordamerikaner neue Verbände in die Schlacht und setzten ihre Angriffe mit dem Schwerpunkt in Richtung auf St. Lô fort. Im Verlauf erbitterter Kämpfe drängte der Feind unter Inkaufnahme hoher Verluste unsere Truppen in einigen Abschnitten unwesentlich zurück. Es gelang ihm an keiner Stelle, den erstrebten Durchbruch zu erzwingen. Die schweren Kämpfe dauern mit unverminderter Heftigkeit an.
Wehrmachtsbericht vom 14. Juli 1944“

Diese Neureise bietet Gelegenheit, die eindrücklichsten Momente der Schlacht um die Normandie im Gelände und in Museen zu verfolgen. Die Durchbrüche der Alliierten bei St. Lô, Avranches und Caen werden ebenso behandelt wie der gepanzerte Gegenstoss der Heeresgruppe B bei Mortain und die eigentliche Schlacht im Kessel von Falaise.

Fast auf den Tag genau 70 Jahre danach gelangen bekanntere und weniger bekannte Ereignisse in den operationsgeschichtlichen Fokus der GMS.

Reiseprogramm

Montag

0734 Abfahrt ab Zürich Hauptbahnhof mit TGV nach Paris. Mittagessen. Fahrt mit Car via Les Andelys nach Tosny. Besuch des „Musée de la Seconde Guerre Mondiale“. Weiterfahrt via Caen nach St. Lô und Zimmerbezug. Einführung in die Operationsgeschichte. Gemeinsames Abendessen und Übernachtung*** in St. Lô.

Dienstag

Fahrt nach Marigny. Erläuterungen zum Durchbruch der 1. US Army Ende Juli 1944 im Gelände. Weiterfahrt nach Catz, Besuch des „Normandy Tank Museum“. Anschliessend Fahrt zur Bucht Mont St.Michel. Mittagessen in Avranches. Erläuterungen zum Durchbruch der 3. US Army unter General Patton. Nachmittags Besuch des Mont St.Michel, anschliessend Fahrt nach Mortain. Ausführungen im Gelände zum deutschen Gegenangriff Anfangs August 1944 auf Avranches. Zimmerbezug, Abendessen und Übernachtung*** in Mortain.

Mittwoch

Vormittags Fahrt nach Aunay sur Odon. Zwischenhalt in St.Martin de Besaçe. Besuch des Museums „La percée du Bocage“(Kaffeepause) mit anschliessender Geländebegehung zum Ausbruch der 2.Brit Army Ende Juli 1944 aus dem Brückenkopf. Mittagessen im damals heftig umkämpften Aunay. Nachmittags Fahrt ins Herz der „Suisse normande“. Zwischenhalte in Caen und Falaise, um im Gelände die nördliche Zange der Umklammerung der deutschen Armeen durch die Briten und Kanadier zu sehen. In Falaise Besuch des normannischen Geburtsschlosses von Wilhelm dem Eroberer. Zimmerbezug (zwei Nächte), gemeinsames Abendessen und Übernachtung*** im nostalgischen Badekurort Bagnoles-sur-Orne.

Donnerstag

Vormittags Besuch des eindrücklichen Mémorial du Montormel (Museum des Kessels von Falaise) mit Blick auf das ganze Schlachtfeld und anschliessender Geländebegehung. Mittagesssen in Vimoutiers. Nachmittags Besuch des Unfallortes von Rommel und der Maison du Camembert mit Degustation. Weiterfahrt nach Carrouges. Apéro und Abendessen in dem für die Region typischen französischen Adelssitz Château de Carrouges. Rückfahrt nach Bagnoles. Übernachtung***.

Freitag

Fahrt via Alençon (Kaffeepause) nach Chartres. Mittagessen. Besuch der weltberühmten Kathedrale. Weiterfahrt nach Paris und Rückfahrt mit TGV nach Zürich.

2030 Ankunft in Zürich Hauptbahnhof.

Reiseleitung

Divisionär (a D) Dominique Juilland, Bolligen