Bild: Frack des Grenadieroffiziers Hptm Emanuel von Vincenz im 1. Fremdenregiment des Kirchenstaates, um 1855

22-2014 St. Julien – La Cure 1944

08.09.2014 - 09.09.2014

LA_CURE

 

Das Thema der „Öffnung der Schweizer Westgrenze durch die Alliierten“ beschäftigt Gerhard Wyss seit geraumer Zeit. Ergebnisse seiner Nachforschugen präsentiert er erstmals während dieser GMS Reise in den Grossraum Genf. Diese Neureise zu einem wenig bekannten Thema des Zweiten Weltkrieges an unserer Westgrenze verfolgt nachfolgende Zielsetzungen.

Es geht darum,

  • zu erfahren, dass die erste provisorische Teilöffnung dieser Grenze nach vierjähriger Umzingelung durch die Achsenmächte nicht durch alliierte Truppen, sondern bereits am 16. August 1944 durch die französische Résistance im Raum Genf erfolgte.
  • die einzigartige Rolle der Résistance von Hochsavoyen wahrzunehmen. Als erste Gruppierung des Widerstandes lieferte sie den Deutschen auf dem Plateau von Glières im Februar/März 1944 ein Gefecht im Bataillonsverband und befreite als einzige Gruppierung innerhalb der Französischen Heimatarmee (FFI) ihr Gebiet eigenständig ohne alliierte Truppenunterstützung.
  • die Rolle der 1. Französischen sowie der 7. US-Armee bei der definitiven Öffnung der Schweizer Westgrenze im Rahmen der Operation „DRAGOON“ Ende August und anfangs September 1944 zu verstehen und die damit zusammenhängende Problematik in der schweizerischen Historiografie nachzuvollziehen.
  • zu erfahren, dass die Schweizer Armee mit dem Operationsbefehl Nr. 18 das Reduit Ende August 1944 nach vier Jahren verliess, um den Neutralitätsschutzdienst mit Schwergewicht an der südwestlichen Grenze wieder aufzunehmen.

Programm

Montag

0730 Abfahrt mit Car ab Zürich, Carparkplatz Sihlquai, nach Genf mit Zustiegsmöglichkeit in Bern Neufeld. Vor dem Mittag werden die Orte der provisorischen Teilö nung der Schweizer Westgrenze nach vierjähriger Umzingelung durch die Achsenmächte durch die französische Résistance am 16. August 1944 im Raum St. Julien/ Perly bei Genf besichtigt. Nach dem Mittagessen in Archamps wird die einzigartige Rolle der Résistance von Hochsavoyen (u.a. Gefechte auf dem Plateau von Glières) beleuchtet und das bemerkenswerte Musée de Morette in La Balme-de-Thuy besichtigt (mit Film und Referaten). Anschliessend Fahrt nach Annecy, Zimmerbezug und Abendessen in einem savoyischen Spezialitätenrestaurant in der Altstadt. Übernachtung**.

Dienstag

Nach einer kurzen Besichtigung der Altstadt von Annecy fahren wir teilweise die gleiche Route ab, welche die französischen Truppen vor 70 Jahren am 3.9.1944 auf ihrem Vormarsch über Frangy, Chaumont, Collonges, Gex, den Col de la Faucille nach La Cure an der Schweizer Grenze genommen haben. Dabei werden die Rolle der 1. Französischen- sowie der 7. US-Armee bei der definitiven Öffnung der Schweizer Westgrenze Ende August und anfangs September 1944 im Raum La Cure erläutert. Fahrt über den Col de la Givrine nach Nyon. Mittagessen mit Ausblick auf den Genfersee. Abschluss der Reise am Nachmittag in der Villa Rose (getarnter Bunker) in Gland am Genfersee (Sentier des Toblerones) mit Darstellung des Operationsbefehls Nr. 18, nach welchem die Schweizer Armee das Reduit Ende August 1944 nach vier Jahren verliess, um den Neutralitätsschutzdienst mit Schwergewicht an der südwestlichen Grenze wieder aufzunehmen. Rückfahrt mit Ausstiegsmöglichkeiten am Bahnhof in Gland und in Bern Neufeld. 1930 ca. Ankunft in Zürich, Carparkplatz Sihlquai.

Reiseleitung

Oberst i Gst (a D) Gerhard Wyss, Kirchdorf