Bild: Frack des Grenadieroffiziers Hptm Emanuel von Vincenz im 1. Fremdenregiment des Kirchenstaates, um 1855

24-2013 Berchtesgaden / Obersalzberg

19.09.2013 - 22.09.2013

 Ein Brennpunkt der Zeitgeschichte 1933 – 1945 steht im Zentrum dieser um einen Tag erweiterten Wiederholungsreise – erstmals unter Leitung des neuen GMS Reiseleiters  Kurt Steinegger.

Ab 1923 verbrachte Adolf Hitler seine Ferien in einer Pension auf dem Obersalzberg oberhalb von Berchtesgaden. Im Jahr 1928 mietete er dann das Haus Wachenfeld, welches er nach seiner Wahl zum Reichskanzler 1933 kaufte und fortan „Berghof“ nannte.

Unter dem Diktat von Reichsleiter Martin Bormann wurden in der Folge Häuser und Land auf dem Obersalzberg den Besitzern abgekauft oder enteignet. Der Grossteil der vorhandenen Gebäude wurde abgerissen. Um den Berghof wurden die Häuser für Martin Bormann, Hermann Göring und Albert Speer erstellt. Später entstanden Verwaltungsund Wohngebäude für das Dienstpersonal, Gästehaus, SS-Kaserne, Gutshof mit Gewächshaus sowie umfangreiche unterirdische Stollenanlagen. Schliesslich wurde auf dem Bergrücken des Kehlsteins auf 1‘800m das Kehlsteinhaus errichtet und nach der Fertigstellung 1939 von der Partei Adolf Hitler zum 50. Geburtstag geschenkt.

Hitler verbrachte oft mehrere Monate im Jahr auf dem Obersalzberg, um von Berchtesgaden aus die Regierungsgeschäfte zu führen. Seit 1937 befand sich hier mit der Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden auch der zweite Regierungssitz des Dritten Reichs. Auch während dem Krieg verlegte Hitler sein Hauptquartier oft während Monaten auf den Obersalzberg. Am 25. April 1945 warfen Lancaster-Bomber der Royal Air Force fast 1‘300 Tonnen Bomben über dem Obersalzberg ab und beschädigten bis auf das Kehlsteinhaus sämtliche Gebäude.

Programm

Donnerstag

0900 Abfahrt mit Car ab Zürich, Carparkplatz Sihlquai.

Fahrt über Imst (Mittagessen), Innsbruck, Wörgl und St. Johann im Tirol nach Berchtesgaden. Zimmerbezug (drei Nächte) in topmodernem Hotel im Ortszentrum. Einführungsreferat über den Obersalzberg in den Jahren 1923 – 1939. Abendessen und Übernachtung**** in Berchtesgaden.

Freitag

Fahrt zum Obersalzberg und Besuch des modernen Dokumentationszentrums. Anschliessend Fahrt zum Kehlsteinhaus. Mittagessen. Rückfahrt zum Obersalzberg, Orientierung und Besichtigung der Überreste des „Kampfhäusel“. Anschliessend kurzer Marsch zur ehemaligen Theaterhalle für die Arbeiter am Obersalzberg. Rückmarsch zum Car und Fahrt zur Buchenhöhe, dem ehemaligen luxuriösen Wohnort für das Dienstpersonal auf dem Obersalzberg. Rückfahrt nach Berchtesgaden, anschliessend Referat über den Obersalzberg 1939 – 1945. Zeit zur eigenen Verfügung (Wellness im Hotel, Besuch von Berchtesgaden). Abendessen fakultativ. Übernachtung in Berchtesgaden.

Samstag

Abfahrt zum Obersalzberg. Nach kurzem Marsch Aussenbesichtigung und Orientierung über Atelierhaus und Haus Speer. Anschliessend Marsch zum Gutshof. Orientierung und Kaffeepause. Fahrt zum Hotel Türken, dem ehemaligen Sitz des Reichssicherheitsdienstes. Besichtigung der unterirdischen Stollenanlagen. Verschiebung zum ehemaligen Berghof Hitlers. Fahrt zum Koksbunker, Information über Funktion und Bau. Fahrt nach Salzburg. Fakultatives Mittagessen und Zeit zur eigenen Verfügung. Am späteren Nachmittag Rückfahrt nach Berchtesgaden. Besichtigung des Bahnhofs mit seinen Emblemen, sowie dem Schutzstollen für den „Führerzug“. Fahrt zur Kleinen Reichskanzlei und zum Haus Keitel mit Aussenbesichtigung. Rückfahrt ins Hotel. Orientierung über den Obersalzberg 1945 bis heute. Abendessen und Übernachtung in Berchtesgaden.

Sonntag

Rückfahrt ab Berchtesgaden über St. Johann im Tirol, Wörgl, Innsbruck nach Zürich, Carparkplatz Sihlquai. Mittagessen in Mils bei Imst.

Ankunft in Zürich ca. 1700.

Reiseleitung

Oberst a D Kurt Steinegger, Jegenstorf