{"id":10755,"date":"2018-09-08T09:59:28","date_gmt":"2018-09-08T07:59:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/?p=10755"},"modified":"2022-01-25T09:01:12","modified_gmt":"2022-01-25T08:01:12","slug":"19-2019-enigma-und-nema","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/reisen\/19-2019-enigma-und-nema\/","title":{"rendered":"19-2019 | Enigma und NEMA"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"color: #800000;\">Reiseleitung: Dr. J\u00fcrg Schucan<\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #800000;\">Freitag, 4. Oktober 2019<br \/>\n<\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #800000;\">\u00a0<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #800000;\">Ein Workshop f\u00fcr kluge GMS K\u00f6pfe<\/span><\/h2>\n<p>Haben Sie schon den Landsitz Bletchley Park besucht? Wenn ja \u2013sehr gut, wenn nein \u2013 auch nicht weiter schlimm, denn Sie haben nun die M\u00f6glichkeit, sich mit den Grundz\u00fcgen der Kryptologie, der Enigma Maschine und der schweizerischen Weiterentwicklung NEMA bei einem Workshop in Winikon\/Uster vertraut zu machen.<\/p>\n<p>Der angebotene Anlass soll etwas Licht ins geheimnisvolle Dunkel des Chiffrierens, Codierens und der Verschl\u00fcsselung bringen. Den Besuchern wird die Geschichte der Kryptologie anhand von Modellen, Grafiken und realen Ger\u00e4ten erkl\u00e4rt und sie werden mit dem Prinzip der verschiedenen Methoden vertraut gemacht. Man erf\u00e4hrt, wie vermeintlich sichere Chiffriermethoden vom Gegner gebrochen oder geknackt, also lesbar gemacht wurden. Das zwang die Kryptografen immer wieder dazu, neue Methoden zu entwickeln. Vor 100 Jahren wurde ein Chiffrierverfahren patentiert, das absolut sicher ist und nicht gebrochen werden kann. Im Ersten Weltkrieg \u00fcbermittelte man erstmals Telegramme \u00fcber Funk. Der milit\u00e4rische Gegner setzte alles daran, diese chiffrierten Meldungen abzuh\u00f6ren und lesbar zu machen. Das daf\u00fcr wohl bekannteste Ereignis ist die Schlacht bei Tannenberg im Jahr 1914. Nach dem Krieg erkannte man die Notwendigkeit, \u00fcber sichere und einfach zu handhabende Chiffrierverfahren oder Chiffrierger\u00e4te zu verf\u00fcgen. In den 1920erJahren wurden von mehreren Personen Chiffriermaschinen erfunden. Die wohl bekannteste ist die Enigma des Deutschen Arthur Scherbius. Deren Funktion wird anhand eines Modells ausf\u00fchrlich erl\u00e4utert. Die Grundlage der Enigma war nicht geheim, denn sie war im Handel frei erh\u00e4ltlich. Die individuellen und sicherheitsrelevanten Elemente konnte der Erwerber selbst festlegen und einbauen. Auch die Schweizer Armee beschaff te sich in den 1930er-Jahren etwa 150 Enigmas.<\/p>\n<p>Die Deutschen setzten die Enigma im Zweiten Weltkrieg f\u00fcr den Telegrammverkehr im grossen Stil ein. Mathematische Genies in Polen erarbeiteten die Grundlagen um die Enigma zu brechen. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs wurden in England die deutschen Funkspr\u00fcche mit einem riesigen personellen Aufwand abgeh\u00f6rt und gebrochen, was den Verlauf und die Dauer des Kriegs wesentlich beeinflusst haben soll. Wie es gelang, die als absolut sicher geltende Enigma zu brechen und wie vorgegangen wurde, wird anschaulich erkl\u00e4rt. Das relativ komplizierte Schl\u00fcsselmanagement mit Tagesschl\u00fcsseln wird besprochen.<\/p>\n<p>Ab Beginn des Kriegs war die Enigma im Handel nicht mehr frei erh\u00e4ltlich. Um den Bedarf an Chiffriermaschinen in der Schweizer Armee zu decken entwickelte und fabrizierte man in der Schweiz eine eigene Maschine, die NEMA. Sie war wesentlich sicherer als die Enigma, basierte aber auf der gleichen Grundlage wie diese. Die NEMA stand bei der Armee bis etwa 1976 als im Einsatz, ebenso im diplomatischen Dienst beim Botschaftsfunk. Hier wurden noch zus\u00e4tzliche Sicherheitsvorkehrungen angewandt, um die Sicherheit merklich zu verbessern; diese werden im Detail vorgestellt und erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Im Workshop chiffrieren und dechiffrieren Gruppen von zwei bis drei Personen Telegramme, sowohl mit der Enigma als auch mit der NEMA. Man wird die Erfahrung machen, dass \u00fcberlegt und pr\u00e4zise gearbeitet werden muss, damit ein chiffrierter Text von einer anderen Gruppe auch wieder korrekt dechiffriert werden kann. F\u00fcr den Kursbesuch werden keine speziellen mathematischen oder technischen Kenntnisse verlangt, hingegen ist eine gute Portion Neugier von Vorteil.<\/p>\n<p>Im Anschluss an den Workshop werden in der Ausstellung die historischen \u00dcbermittlungsger\u00e4te der Schweizer Armee gezeigt und deren Geschichte, Technik und Einsatz erkl\u00e4rt. Ebenso die damaligen Fahrzeuge in denen die \u00dcbermittlungsger\u00e4te teilweise eingebaut waren; deren Palette reicht vom pferdegezogenen L\u00f6schfunkensender bis zum gel\u00e4ndeg\u00e4ngigen F\u00fchrungspanzer.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #800000;\">Programm<\/span><\/h2>\n<p>Individuelle Anreise nach Uster. Begr\u00fcssung durch die Reiseleitung und lokale Fachleute. \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte der Kryptologie und der Enigma und der NEMA. Weitere Vertiefung der Themata \u00abBrechen der Enigma &#8211; Schwachpunkte einer Rotormaschine\u00bb,\u00abSchl\u00fcsselmanagement und Schl\u00fcsseleinstellung\u00bb, \u00abEinsatz der NEMA im Botschaftsfunk\u00bb und \u00abDer Einfluss von Ultra im Zweiten Weltkrieg\u00bb. Gemeinsames Mittagessen in Uster. Am Nachmittag Arbeiten mit Enigma und NEMA (Telegramme chiffrieren und dechiffrieren) sowie Besichtigung der Ausstellung von \u00dcbermittlungsger\u00e4ten. Individuelle Heimreise ab Uster.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #800000;\">Bildergalerie<\/span><\/h2>\n<p>Von diesem Workshop gibt es keine Bilder in unserem Archiv.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reiseleitung: Dr. J\u00fcrg Schucan Freitag, 4. Oktober 2019 \u00a0 &nbsp; Ein Workshop f\u00fcr kluge GMS K\u00f6pfe Haben Sie schon den Landsitz Bletchley Park besucht? 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