{"id":3269,"date":"2012-07-06T10:26:40","date_gmt":"2012-07-06T08:26:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/?p=3269"},"modified":"2022-01-25T09:50:34","modified_gmt":"2022-01-25T08:50:34","slug":"06-2013-die-marine-frankreichs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/reisen\/06-2013-die-marine-frankreichs\/","title":{"rendered":"06-2013 Die Marine Frankreichs"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unter der Reiseleitung von Division\u00e4r a D <strong>Dominique Juilland <\/strong>und fachkundigster Begleitung unseres Marinespezialisten <strong>J\u00fcrg K\u00fcrsener\u00a0<\/strong>sind Verb\u00e4nde, Kommandos und milit\u00e4rhistorische St\u00e4tten in der Bretagne Ziel dieser erstmaligen\u00a0GMS Reise.<!--more--><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><em>&#8222;Es scheint, als habe die Natur Frankreich die Herrschaft des Meeres anbieten wollen, da die Lage seiner beiden K\u00fcsten so g\u00fcnstig ist und sie in gleicher Weise mit ausgezeichneten H\u00e4fen an zwei Meeren, dem [Atlantischen] Ozean und dem Mittell\u00e4ndischen Meere, versehen sind&#8230; Es gibt keinen Staat in Europa, der geeigneter w\u00e4re, Schiffe zu bauen, als dies K\u00f6nigreich, das einen \u00dcberfluss an Hanf, Leinen, Eisen, Tauwerk und an Arbeitern hervorbringt\u2026&#8220;<\/em><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Mit diesen \u00dcberlegungen begr\u00fcndet Kardinal Richelieu in seinem &#8222;Politischen Testament&#8220; 1629 die Marine Royale als strategisches Machtinstrument.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Unsere beiden Reiseleiter begleiten GMS Reisende auf dieser erstmaligen Exkursion an die bretonische Atlantikk\u00fcste zu Teilen der aktiven Marine Frankreichs und zu milit\u00e4rhistorischen St\u00e4tten. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs war die nordwestlichste Ecke des europ\u00e4ischen Kontinents auch wichtige Basis deutscher U-Boote und damit Ausgangpunkt zahlreicher Feindfahrten w\u00e4hrend der Schlacht im Atlantik.<\/p>\n<p><strong>Programm<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Montag<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Am Morgen Flug ab Z\u00fcrich via Paris nach Nantes. Transfer nach Lorient. Besuch der Villa D\u00f6nitz, dem Hauptquartier des Oberbefehlshabers der Deutschen Kriegsmarine (ab 1943) und Hitlers Nachfolger als Reichspr\u00e4sident (1. Mai 1945). Von November 1940 bis November 1942 f\u00fchrte D\u00f6nitz als Befehlshaber der U-Boot Flotte ab diesem Befehlsstand \u2013 der Villa eines Sardinenh\u00e4ndlers und daher auch &#8222;Sardinenb\u00fcchse&#8220; genannt \u2013 die deutschen U-Boot-Operationen w\u00e4hrend der Atlantikschlacht. Heute dient dieses geschichtstr\u00e4chtige Geb\u00e4ude der franz\u00f6sischen Marine als Residenz des Kommandanten der FORFUSCO (Force maritime des fusiliers marins et commandos). Abendessen und \u00dcbernachtung in Lorient.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Dienstag<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Vormittags Besuch des Marine-Infanterie-Kommandos (Marine Nationale) in Lorient, Mittagessen im Cercle Naval. Nachmittags Besuch des Mus\u00e9e Sous-Marins, des U-Bootes &#8222;Flore&#8220; und des K\u00e9roman III (K III). Diese maritime Bunkeranlage war Bestandteil des gr\u00f6ssten U-Boot-St\u00fctzpunktes der Deutschen Kriegsmarine von Juni 1940 \u2013 August 1944. Der Abend steht zur freien Verf\u00fcgung. Individuelles Abendessen (fak.) und \u00dcbernachtung in Lorient.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Mittwoch<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Besuch der Patrouille Maritime in Lann-Bihou\u00e9. Nachmittags Transfer nach Quiberon \u2013 \u00dcberfahrt auf die Belle-\u00eele, der gr\u00f6ssten der bretonischen Inseln. Besuch der dortigen Vauban-Festung und des St\u00e4dtchens von Le Palais. Mittagessen unterwegs. R\u00fcckkehr nach Lorient, gemeinsames Abendessen und \u00dcbernachtung in Lorient.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Donnerstag<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Fahrt \u00fcber Locronan nach Brest. Hotelbezug und Mittagessen. Nachmittags Besuch des Arsenals und der Pr\u00e4fektur. Gemeinsamer Spaziergang durch die Stadt zur bekannten Hebebr\u00fccke, der Pont de Recouvrance. Individuelles Abendessen in der Stadt, \u00dcbernachtung in Brest.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Freitag<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Besuch des Mus\u00e9e de la Marine in Brest. Anschliessend Transfer zur Port de plaisance du Moulin Blanc, Bootsfahrt durch die Bucht von Brest mit Blick auf die lokale Marinebasis, Mittagessen an Bord. Besuch des Centre R\u00e9gional Op\u00e9rationel de Surveillance et de Sauvetage (CROSS) in Corsen. Anschliessend R\u00fcckfahrt nach Brest und gemeinsamer Schlussabend in der Stadt. \u00dcbernachtung in Brest.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Samstag<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Transfer zum Flughafen von Brest. R\u00fcckflug via Paris nach Z\u00fcrich.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Reiseleitung<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Division\u00e4r a D <a title=\"Dominique Juilland\" href=\"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/old-page\/reiseleiter\/dominique-juilland\/\">Dominique Juilland<\/a>, Bolligen, <a title=\"J\u00fcrg K\u00fcrsener\" href=\"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/old-page\/reiseleiter\/jurg-kursener\/\">J\u00fcrg K\u00fcrsener<\/a>, lic. rer. pol., M.S., Lohn-Ammannsegg<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Andreas Meyenberg&#8217;s\u00a0Fotogalerie und Reisebericht<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">[nggallery id=53]<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\">Die Marine Frankreichs<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-size: xx-small;\">(<a href=\"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/old-page\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Franz\u00f6sische-Marine.pdf\">Franz\u00f6sische Marine<\/a>\u00a0als PDF downloaden)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Marinereisen haben bei der GMS bereits Tradition und finden bei uns Landratten immer wieder grosses Interesse. So wundere ich mich auch nicht, fr\u00fch am Morgen auf dem Flughafen Z\u00fcrich wieder viele bekannte Gesichter zu sehen. Man kennt sich bereits von Besuchen bei der Royal Navy in Portsmouth und Yeovilton, der US Navy in Norfolk Virginia und der Deutschen Marine in Kiel und Wilhelmshafen. Die beiden Reiseleiter, Div a D Dominique Juilland, ein profunder Kenner der franz\u00f6sischen Armee (u. a. als Verteidigungsattach\u00e9 in Paris) und Oberst i Gst a D J\u00fcrg K\u00fcrsener, der Schweizer Marinespezialist schlechthin, versprachen ein sehr interessantes Besuchsprogramm. Es sei vorweggenommen, dass die hoch angesetzten Erwartungen der Reiseteilnehmer vollauf erf\u00fcllt wurden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nach einem eher m\u00fchsamen Umsteigen in Paris Charles de Gaulle geht der Flug weiter nach Nantes und von dort mit dem Car zu unserem ersten Reiseziel <i>Lorient<\/i>. Hier besuchen wir zuerst das ehemalige Hauptquartier von Vizeadmiral Karl D\u00f6nitz, dem Befehlshaber der U-Boote im Zweiten Weltkrieg, ein h\u00fcbsches Schl\u00f6sschen am Meer mit Blick auf die U-Bootbunker auf der Halbinsel K\u00e9roman. Kurz nach der Eroberung von Lorient durch die Deutsche Wehrmacht im Juni 1940 wurde der Hafen zu einem U-Boot- St\u00fctzpunkt ausgebaut, wie auch die H\u00e4fen von Brest, St. Nazaire, La Pallice und Bordeaux. Von hier aus hatte die U-Bootflotte einen direkten Zugang zum Atlantik, Voraussetzung f\u00fcr die Angriffe gegen Geleitz\u00fcge aus den USA nach England und Russland. Der Ausbau des St\u00fctzpunktes gipfelte im Bau von grossen U-Boot-Bunkern, um die Boote w\u00e4hrend Wartung und Reparatur gegen Luftangriffe der Alliierten zu sch\u00fctzen. Die Wichtigkeit von Lorient wird unterstrichen durch die Tatsache, dass der Befehlshaber von hier aus von 1940 bis 1942 die U-Boot-Operationen im Atlantik f\u00fchrte. Unmittelbar an das Schl\u00f6sschen angebaut sind Bunker zur Unterbringung der F\u00fchrungsr\u00e4ume und des \u00dcbermittlungszentrums. Das Schl\u00f6sschen dient heute dem Kommando FORFUSCO <i>(Force de fusiliers marins et commandos marines)<\/i>, einem Teilbereich der Marine, als Repr\u00e4sentationssitz. Wir k\u00f6nnen sowohl das sehr sch\u00f6n, grossenteils noch original eingerichtete Schl\u00f6sschen als auch die ausger\u00e4umten Bunker unter F\u00fchrung des Informationsoffiziers besichtigen. Am Abend beziehen wir im Hotel Mercure Quartier.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Vormittag des zweiten Tages ist dem Besuch des Kommandos der FORFUSCO gewidmet. Gef\u00fchrt werden wir durch den Stabschef des kommandierenden Admirals, Capitaine de vaisseau Raphael Clivaz. Clivaz ist schweizerisch-franz\u00f6sischer Doppelb\u00fcrger, seine Vorfahren stammen aus dem Wallis. Er stellt uns die <i>fusiliers marins <\/i>und die <i>commandos marines <\/i>und ihre Aufgaben. Er schildert die extrem harte Ausbildung, sowohl in physischer als auch psychischer Hinsicht. Typische Eins\u00e4tze heute dienen dem Schutz von Schiffen der <i>marine nationale <\/i>und deren Besatzungen in den H\u00e4fen und in Krisengebieten. Auf einem Rundgang im Regen durch das Gel\u00e4nde sehen wir dann einige Stationen eines eindr\u00fccklichen Ausbildungsparcours mit Soldaten, die im 8\u00ba kalten Wasser ihren Einsatz \u00fcben. Unter F\u00fchrung durch einen Offizier des Kommandos k\u00f6nnen wir anschliessend das interessante Museum besichtigen. Es zeigt Bilder von Eins\u00e4tzen der <i>fusiliers marins <\/i>und der <i>commandos <\/i>in der ganzen Welt, z. B. in Algerien und in Indochina sowie Details ihrer Ausr\u00fcstung vom Anfang bis heute. Zum Abschluss des Besuchs k\u00f6nnen wir das Mittagessen in der Offizierskantine einnehmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am Nachmittag besuchen wir die ber\u00fchmten U-Bootbunker von Lorient, das Museum und das Museums-U-Boot <i>Flore<\/i>. Die U-Bootbunker sind eindr\u00fcckliche Zeugen des deutschen Bunkerbaus mit enormen Abmessungen und Decken, die den meisten Bombenabw\u00fcrfen der Alliierten Stand hielten. In den zwei ersten erbauten Bunkern wurden die U-Boote mit der Aufschleppanlage auf einem Rollschemel an Land gezogen, auf Schienen seitlich verschoben und dann in einen Unterstand der Bunker K1 oder K2 geschoben. Die Bunker haben die imponierenden Masse von 120 m L\u00e4nge und 128 resp. 85 m Breite. Der Bunker K3 konnte leider nur von nicht des Franz\u00f6sischen m\u00e4chtigen Teilnehmern besucht werden (acc\u00e8s interdit). Er besteht aus sieben Kavernen mit Direktzugang zum Meer, die wie Schleusen funktionieren und zu Trockendocks umfunktioniert werden k\u00f6nnen. Zum Schutz vor Torpedobeschuss liegen vor dem Eingang der Bunker zwei auf Grund gesetzte ehemalige Kriegsschiffe. Die Bunker werden heute entweder touristisch oder gewerblich genutzt. Zur touristischen Nutzung geh\u00f6rt auch das franz\u00f6sische U-Boot Flore S 645, das auf der Verschiebeb\u00fchne zwischen den Bunkern K\u00e9roman 1 und 2 ausgestellt ist. Dieses war von 1964 bis 1989 im Einsatz und kann heute ebenso besichtigt werden wie eine weitgehend im Originalzustand erhaltene \u00dcbungsanlage f\u00fcr Notausstiege aus getauchten U-Booten. Am Abend schw\u00e4rmen die Teilnehmer in kleinen Gruppen aus, um die Restaurants der Stadt Lorient zu erkunden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am dritten Tag k\u00f6nnen wir einen weiteren Pfeiler der <i>Marine nationale <\/i>besuchen, den Marineluftst\u00fctzpunkt Lann-Bihou\u00e9. Dieser St\u00fctzpunkt dient der <i>Patrouille maritime <\/i>als Basis. Stationiert sind hier u.a. 2 Staffeln von U-Bootabwehr- und Seeaufkl\u00e4rungsflugzeugen Br\u00e9guet Atlantic und eine Staffel Radarfr\u00fchwarnflugzeuge E-2C Hawkeye. Nach einem Briefing durch den Kommandanten des Marineluftst\u00fctzpunktes, der uns in die Aufgaben der <i>Patrouille maritime <\/i>und ihre Einsatzmittel einf\u00fchrt, wird uns erm\u00f6glicht, eine Br\u00e9guet Atlantic 2 von aussen und innen zu besichtigen und uns von Besatzungsmitgliedern \u00fcber die Details informieren zu lassen. Neben Seeaufkl\u00e4rungsaufgaben, unter anderem in Zusammenhang mit Seerettung und mit dem Schutz der aus Brest auslaufenden strategischen Raketen-U-Boote, sind diese Flugzeuge heute auch \u00fcber der W\u00fcste im Unruheherd Mali im Einsatz. Sie sind mit modernsten Aufkl\u00e4rungsmitteln ausger\u00fcstet und k\u00f6nnen mit Lenkwaffen gegen \u00dcberwasserziele, sowie mit Wasserbomben und Torpedos gegen U-Boote bewaffnet werden. Die Verschiebung nach Quiberon, dem Ausgangshafen f\u00fcr die \u00dcberfahrt auf die Belle\u00eele dient gleichzeitig als Verpflegungspause. Die rund einst\u00fcndige \u00dcberfahrt k\u00f6nnen wir bei sch\u00f6nstem Wetter an Deck geniessen. Der erste Blick auf die Belle-\u00eele zeigt bereits das Ziel der nachmitt\u00e4glichen Exkursion, die Zitadelle \u00fcber dem Hafen von Le Palais. Die bereits 1549 erbaute Festung hatte den Zweck, die umstrittene Insel und insbesondere den Hafen von Le Palais zu sichern. Der ber\u00fchmte Festungsbaumeister Vauban, dessen Spuren wir auf dieser Reise immer wieder begegnen, hat den Ausbau der Festung 1683 selbst geleitet. Nach den Erl\u00e4uterungen von Reiseleiter Dominique Juilland erkunden wir dann in kleinen Gruppen die Festung und geniessen den sch\u00f6nen Blick auf Le Palais und dessen gut gesch\u00fctzten Hafen. Nach der Besichtigung der Zitadelle bleibt noch genug Zeit f\u00fcr einen Kaffee in einem der idyllischen Restaurants im Hafen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am vierten Tag m\u00fcssen wir vor dem Fr\u00fchst\u00fcck die Koffer packen f\u00fcr die Verschiebung nach <i>Brest<\/i>. Auf dem Weg erleben wir hautnah das klassische Wetter der Bretagne: Beim Verlassen des Cars im mittelalterlichen St\u00e4dtchen Locronan scheint noch die Sonne \u2013 auf dem Rundgang werden wir von einem Regenguss \u00fcberrascht. Wir ben\u00fctzen die Gelegenheit, in die Kirche zu fl\u00fcchten und deren sch\u00f6ne Glasfenster zu bewundern. Beim Verlassen der Kirche werden wir bereits wieder von der Sonne geblendet. In Brest angekommen gibt es zuerst ein Mittagessen, bevor wir in der Pr\u00e4fektur im Schloss vom Stabschef des Pr\u00e4fekten (AGAM Laisn\u00e9 Lo\u00efc) begr\u00fcsst und \u00fcber das Arsenal und die Marinebasis von Brest informiert werden. Dann geht es weiter durch eine Sicherheitskontrolle, die wir alle problemlos passieren k\u00f6nnen, zu einer Besichtigungsfahrt im Arsenal. Hier kommen nun die Liebhaber von Kriegsschiffen auf ihre Rechnung: Fregatten, Minenjagdboote und Hochseeschlepper liegen vor Anker. Die <i>Jeanne d\u2019Arc<\/i>, ein Helikoptertr\u00e4ger und Schulschiff der <i>Marine nationale<\/i>, liegt hier vor Anker, ist aber bereits ausser Dienst gestellt worden und wartet auf die Abwrackung. Auch eines der gew\u00f6hnlich in Toulon stationierten franz\u00f6sischen nuklearen Jagd-U-Boote, die S 604 <i>Emeraude, <\/i>liegt an der Mole. Einer der H\u00f6hepunkte der Reise ist dann sicher die Besichtigung eines aktiven Kriegsschiffes, der F 792 <\/span><i>Premier-m\u00e2itre l`Her<\/i>. Die Fregatte vom Typ Aviso A 69 wird vor allem f\u00fcr die U-Bootjagd ben\u00fctzt und ist original mit Torpedos, Bordkanone 100 mm und Exocet-Lenkwaffen ausger\u00fcstet. Dieses Schiff wurde unter anderem im Rahmen der &#8222;Operation Atalanta&#8220; zur Bek\u00e4mpfung von Piraten im Golf von Aden eingesetzt. Nach der Begr\u00fcssung durch Korvettenkapit\u00e4n Christophe Lucas zeigen uns Besatzungsmitglieder mit Begeisterung ihre Arbeitspl\u00e4tze im Maschinenraum, in der Operationszentrale und auf der Br\u00fccke. Sie freuen sich, in unseren Reihen auch Spezialisten in ihren Fachgebieten zu finden, mit denen fachm\u00e4nnisch diskutiert werden kann. Auch das ber\u00fchmte Erinnerungsfoto auf Deck darf nicht fehlen. Einige Unentwegte besuchen nach dem Zimmerbezug im Hotel <i>Oceania centre <\/i>noch die ber\u00fchmte Hebebr\u00fccke, den <i>Pont de Recouvrance<\/i>. Anl\u00e4sslich des individuellen Nachtessens in einem der zahlreichen Restaurants kommen einerseits die Liebhaber von Austern auf ihre Rechnung, andererseits auch diejenigen, die dem Rat der Reiseleiter folgend, die lokalen Spezialit\u00e4ten Cr\u00eapes und Cidre versuchen.<\/p>\n<p>Am f\u00fcnften Tag besuchen wir unter Leitung einer lokalen F\u00fchrerin das <i>Mus\u00e9e de la Marine <\/i>im Schloss von Brest. Dann d\u00fcrfen wir auf einer Bootsfahrt mit Mittagessen durch die Bucht von Brest die verschiedensten Sehensw\u00fcrdigkeiten dieser grandiosen Bucht geniessen. Bei der Vorbeifahrt an der \u00eele longue (fotografieren verboten) kann mit dem Fernglas an der Mole sogar der Turm eines der vier strategischen Nuklear-U-Boote der <i>Marine nationale<\/i>, ein <i>SNLE NG <\/i>ausgemacht werden, die hier unter gr\u00f6ssten Sicherheitsvorkehrungen stationiert sind. Aus nachvollziehbaren Gr\u00fcnden ist eine n\u00e4here Besichtigung leider nicht m\u00f6glich. Nach dem Ausschiffen geht es weiter mit dem Bus, zuerst \u00fcber die hohe Br\u00fccke \u00fcber den Penfeld bei Plougastel und dann nach Land\u00e9vennec. Auf einem kurzen Fussmarsch k\u00f6nnen wir von einem Aussichtspunkt aus den Schiffsfriedhof von Land\u00e9vennec besichtigen, wo unter anderen ausrangierten Kriegsschiffen der Kreuzer <i>Colbert <\/i>und die Zerst\u00f6rer <i>La Galissoni\u00e8re <\/i>und <i>Le Duperr\u00e9 <\/i>vor sich hin rosten. Weiter geht die Fahrt dann nach Camaret, vorbei am milit\u00e4rischen Sperrgebiet von Treyout, wo in Bunkern die nuklearen Sprengk\u00f6pfe der Interkontinentalraketen der auf der \u00eele longue stationierten ballistischen U-Boote lagern. In Camaret-sur-mer schildert Reiseleiter Dominique Juilland den Ablauf der Schlacht bei Camaret 1694, in deren Verlauf dank der Gesch\u00fctze des von Vauban gebauten und positionierten Wehrturms, der heute als UNESCO-Welterbe gilt, der englisch-holl\u00e4ndischen Flotte der Eintritt in die Bucht von Brest verwehrt wurde. Nach der R\u00fcckkehr nach Brest findet im Restaurant \u00abMa\u00eetre Kanter\u00bb das traditionelle Schlussessen statt. Dieses endet mit einer W\u00fcrdigung unserer Reiseleiter Dominique Juilland und J\u00fcrg K\u00fcrsener und dem verdienten Applaus der Reiseteilnehmer f\u00fcr die bestens gelungene Reiseleitung durch das faszinierende Programm.<\/p>\n<p>Am letzten Tag der Reise besuchen wir noch den Leuchtturm am Pointe de St-Mathieu. Das Wetter ist eigentlich f\u00fcr bretonische Verh\u00e4ltnisse zu sch\u00f6n, so dass wir auf der Plattform des Leuchtturms trocken bleiben. Dann geht es im Bus zum Flughafen Brest, von wo wir \u00fcber Paris Charles de Gaulle zur\u00fcck nach Z\u00fcrich fliegen. Trotz der kurzen Umsteigezeit verl\u00e4uft der R\u00fcckflug problemlos. W\u00e4hrend der Wartezeiten ist in den Gespr\u00e4chen bereits die Vorfreude auf die Marinereise 2014 zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p><i>Text: <\/i><i>Dr. Andreas Meyenberg (Wildegg)<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Unter der Reiseleitung von Division\u00e4r a D Dominique Juilland und fachkundigster Begleitung unseres Marinespezialisten J\u00fcrg K\u00fcrsener\u00a0sind Verb\u00e4nde, Kommandos und milit\u00e4rhistorische St\u00e4tten in der Bretagne Ziel dieser erstmaligen\u00a0GMS Reise.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[271,49],"tags":[],"class_list":["post-3269","post","type-post","status-publish","format-standard","category-gms-reisearchiv-2013","category-reisen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3269"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3269\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3269"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3269"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}