{"id":613,"date":"2011-02-11T20:44:36","date_gmt":"2011-02-11T19:44:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mediendokumentation.ch\/gms-reisen.ch\/?p=613"},"modified":"2021-10-29T13:58:35","modified_gmt":"2021-10-29T11:58:35","slug":"die-deutsche-marine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/reisen\/die-deutsche-marine\/","title":{"rendered":"Die Deutsche Marine"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"U 34 in Fahrt\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/a\/af\/U_34_in_Fahrt.jpg\" alt=\"U 34 in Fahrt\" width=\"420\" height=\"279\" \/><\/p>\n<p>Geschichte und Gegenwart.<!--more--><\/p>\n<h3>Montag<\/h3>\n<p>09.15 Abflug ab Z\u00fcrich mit Lufthansa, Kurs LH 3143<br \/>\n10.35 Landung in Hamburg Busreise nach Kiel, Hotel Atlantic, anschliessend kurzer Imbiss. Nachmittags Fahrt mit einem Rundfahrtboot nach M\u00f6ltenort, dort Besichtigung des Uboot Mahnmals. Weiterfahrt mit Bus nach Laboe, Besuch des deutschen Marine-Ehrenmals,\u00a0des neuen Museums und des Uboots U 995. Abendessen im Restaurant Scheerhaus in Laboe. R\u00fcckfahrt mit Bus. \u00dcbernachtung im Hotel Atlantic, Kiel<\/p>\n<h3>Dienstag<\/h3>\n<p>Pr\u00e4sentation zur Deutschen Marine im Hotel, anschliessend Besuch der Howaldtswerke in Kiel (Briefing und Werftbesuch). Besuch des Marinest\u00fctzpunktes Kiel, verbunden mit einem Schiffsbesuch des Minenjagdbootes M 1099 &#8222;Herten&#8220;.\u00a0Abendessen und \u00dcbernachtung im Hotel Atlantic, Kiel<\/p>\n<h3>Mittwoch<\/h3>\n<p>Fahrt nach Gl\u00fccksburg. Besuch des Flottenkommandos in Gl\u00fccksburg und der Marineschule M\u00fcrwik. Mittagessen auf der Basis Gl\u00fccksburg. R\u00fcckfahrt nach Kiel, unterwegs Kurzbesuch beim Nord-Ostsee Kanal in Rendsburg (Schwebef\u00e4hre \u00fcber den Nord-Ostsee Kanal). Abendessen fakultativ. \u00dcbernachtung im Hotel Atlantic, Kiel<\/p>\n<h3>Donnerstag<\/h3>\n<p>Fahrt nach Wilhelmshaven. Imbiss im City Hotel Valois, Wilhelmshaven. Anschliessend Besuch des Marinemuseums (inkl. Raketenzerst\u00f6rer M\u00f6lders und U-Boot U 10). Hafenrundfahrt mit museumseigener Barkasse. Abendessen in der Offiziersmesse an Bord der M\u00f6lders. R\u00fcckfahrt zum Hotel. \u00dcbernachtung im City Hotel Valois, Wilhelmshaven<\/p>\n<h3>Freitag<\/h3>\n<p>Fahrt zum Marinest\u00fctzpunkt Wilhelmshaven. Besuch der Anlagen und der aktiven Fregatte F 208 &#8222;Niedersachsen&#8220;. Mittagessen auf dem Schiff. Kurzbesuch der Grossbaustelle des Containerhafens Wilhelmshaven. R\u00fcckfahrt ins Hotel. Abendessen und \u00dcbernachtung im City Hotel Valois, Wilhelmshaven<\/p>\n<h3>Samstag<\/h3>\n<p>Busfahrt nach Hamburg. Mittagessen im Hotel Restaurant Zum Zeppelin, Hamburg<br \/>\n14.45 Abflug ab Hamburg mit Swiss, Kurs LX 1075<br \/>\n16.15 Landung in Z\u00fcrich<\/p>\n<h3>Reiseleitung<\/h3>\n<p>J\u00fcrg K\u00fcrsener, Oberst i Gst, Marinepublizist, Lohn- Ammannsegg<\/p>\n<h3>Fredy von Deschwanden&#8217;s Reisebericht<\/h3>\n<p><i><strong>Die Deutsche Marine<\/strong> <\/i><\/p>\n<p><strong><i>1. Tag, Z\u00fcrich\u2013Hamburg\u2013Kiel<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Nach einem angenehmen Flug sind wir in Hamburg gelandet. Der Bus brachte uns in einer guten Stunde nach Kiel, der Hauptstadt von Schleswig-Holstein, Marinest\u00fctzpunkt und F\u00e4hrhafen nach Skandinavien. W\u00e4hrend der Fahrt begr\u00fcsste unser <i>Reiseleiter J\u00fcrg K\u00fcrsener, Oberst i Gst<\/i>, die 25 Teilnehmer offiziell und stimmte uns auf die kommenden Tage ein.<\/p>\n<p>Im Vordergrund unserer Reise stand die <i>Deutsche Marine heute<\/i>, ihre <i>Aufgaben <\/i>und <i>Eins\u00e4tze<\/i>. Ihre Entstehung, Gr\u00fcndung und Geschichte im Ersten und Zweiten Weltkrieg kamen auch nicht zu kurz. Es sei an dieser Stelle vorweggenommen, dass nur Dank der <i>guten Beziehungen <\/i>unseres Reiseleiters sonst verschlossene T\u00fcren f\u00fcr die GMS aufgegangen sind.<\/p>\n<p>Nach Ankunft konnten wir unsere Zimmer im neuen Hotel &#8222;Atlantic&#8220; beziehen. Mit einem Rundfahrtboot ging es am Nachmittag in die Kieler F\u00f6rde nach M\u00f6ltenort und Laboe, wo zwei Mahnmale an die Geschichte der Deutschen Marine erinnern.<\/p>\n<p><i>U-Boot-Ehrenmal M\u00f6ltenort<\/i>: Von weitem ist der markante 15 m hohe Sandsteinpfeiler mit dem bronzenen Seeadler sichtbar. Wir wurden von <i>Korvettenkapit\u00e4n Heinz Thois (ehemals Kdt U-14 1985\u201389) <\/i>empfangen. Er f\u00fchrte uns kompetent in die Geschichte und Bedeutung der Anlage ein, begleitet von den beiden ehemaligen U-Bootveteranen <i>Hans Holst <\/i>und <i>Rudolf Stenzel <\/i>aus dem Zweiten Weltkrieg. Das <i>Ehrenmal <\/i>ist der Erinnerung an die auf See gebliebenen <i>U-Bootfahrer aus den beiden Weltkriegen <\/i>gewidmet. Auf 74 bronzenen Gedenktafeln, in aufsteigender Reihenfolge, sind U-Boot Nummer, Kommandant und Mannschaften angebracht. Aus beiden Weltkriegen sind hier \u00fcber 35\u2019000 Namen von gefallenen U-Bootfahrern aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><i>Marine-Ehrenmal Laboe: <\/i>Die Silhouette des 85 m \u00fcber der Ostsee aufragenden Turms ist von weitem sichtbar. Auf der Aussichtsplattform hat man einen wunderbaren Rundblick \u00fcber die Weite der Kieler F\u00f6rde. Das <i>Marine-Ehrenmal <\/i>in Laboe ist als Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr die im <i>Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Marinesoldaten <\/i>errichtet worden. Sp\u00e4ter kam das Gedenken an die im <i>Zweiten Weltkrieg gefallenen Angeh\u00f6rigen der Kriegsmarine <\/i>hinzu. Seit der \u00dcbernahme durch den Deutschen Marinebund erinnert das Ehrenmal auch an die auf den Meeren gebliebenen <i>Seeleute aller Nationen<\/i>. Vor der Backbordschraube des Schweren Kreuzers PRINZ EUGEN aus dem Zweiten Weltkrieg begr\u00fcsste uns <i>Dr. Jann M. Witt <\/i>und f\u00fchrte in seinem umfassenden Referat in die Geschichte dieses Ehrenmals.<\/p>\n<p>In unmittelbarer N\u00e4he zum Uferbereich ist das <i>U-Boot U-995 <\/i>ausgestellt. Das Boot geh\u00f6rt zur Klasse VII C. Von diesen Typen wurden von 1938\u20131943 insgesamt 1006 U-Boote in Dienst gestellt. Die Klasse VII C verf\u00fcgte als Bewaffnung \u00fcber 4 Bug- und 1 Heck-Torpedorohr \u00f8 53,3 cm, an Bord waren 12 Torpedos oder bis zu 39 Minen. Sp\u00e4ter auch eine 3,7 cm Flak und zwei 2 cm Flakgesch\u00fctze. Das Boot hatte eine Besatzung von ca. 38 Mann, ab 1943 wegen zus\u00e4tzlicher Flakbedienung bis zu 57 Mann. Bei Kriegsende fiel das U-Boot U-995 als <i>Kriegsbeute <\/i>an <i>Grossbritannien<\/i>, verblieb aber in seinem norwegischen St\u00fctzpunkt und wurde bei der &#8222;<i>Operation Deadlight&#8220; <\/i>nicht vernichtet. Es wurde <i>Norwegen <\/i>als <i>Kriegsbeute <\/i>zugesprochen. 1965 wurde das UBoot zu einem symbolischen Preis von 1 deutschen Mark an Deutschland zur\u00fcckgegeben.<\/p>\n<p><strong><i>2. Tag, Kiel, HDW, Marinest\u00fctzpunkt<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck orientierte uns der Reiseleiter in einem ausf\u00fchrlichen Vortrag \u00fcber die <i>Geschichte der Deutschen Marine <\/i>bis in die heutige Zeit. Nach der <i>Reichsgr\u00fcndung <\/i>1871 wurde die <i>Kaiserliche Marine <\/i>aufgebaut. Vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges verf\u00fcgte die Reichsmarine \u00fcber eine beachtliche Flotte von ca. 200 Schiffen. In der Zwischenkriegszeit durfte Deutschland nach dem Versailler Vertrag nur \u00fcber eine kleine Marine verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges verf\u00fcgte die Wehrmacht \u00fcber ca. 120 Schiffe, wovon die H\u00e4lfte U-Boote waren. <i>Bis im M\u00e4rz 1943 <\/i>beherrschten die <i>U-Boote <\/i>den Nordatlantik. Nach der Kapitulation am 8. Mai 1945 ging die Verantwortung f\u00fcr die Kriegsmarine an die Siegerm\u00e4chte \u00fcber.<\/p>\n<p>1955 trat die Bundesrepublik der NATO bei, in den kommenden Jahren begann der <i>Aufbau der Deutschen Marine<\/i>. Heute besteht diese aus zwei Einsatzflottillen mit ca. 20&#8217;000 Mann. Diese sind dem Flottenkommando in Gl\u00fccksburg unterstellt. Flottille 1, Standort Kiel (Ostsee) mit f\u00fcnf Geschwadern, und Flottille 2, Standort Wilhelmshaven (Nordsee) mit drei Geschwadern.<\/p>\n<p>Nach diesem interessanten Abstecher in die Geschichte der Deutschen Marine ging es zu den <i>Howaldtswerke-Deutsche Werft HDW <\/i>in Kiel. <i>Andreas Burmester<\/i>, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftf\u00fchrung, begr\u00fcsste uns pers\u00f6nlich. Anschliessend pr\u00e4sentierte <i>Hans-Olaf Helmstaedt <\/i>die T\u00e4tigkeiten von HDW. Die Werft ist Kompetenzzentrum f\u00fcr den Bau der modernsten nicht-nuklearen U-Booten der Welt und f\u00fchrend im Einsatz von serienreifen Brennstoffzellenantrieben. Diese UGMS- Boote k\u00f6nnen dank ihrem <i>aussenluftunabh\u00e4ngigen Antrieb <\/i>auf der Basis der Brennstoffzelle <i>(AIP \u2013 Air Independent Propulsion) <\/i>wochenlang unter Wasser bleiben. Anschliessend ging es auf einen ausgedehnten Werftrundgang. Zu sehen gab es verschiedene U-Boottypen im Neubau (so u. a. U-35 und U-36 f\u00fcr die Deutsche Marine, sowie ein U-Boot f\u00fcr die israelische Marine), in Revision oder bei Unterhaltsarbeiten.<\/p>\n<p>Nach einem feinen Mittagessen im Hotel Maritim, das an der Kieler Bucht liegt, ging es zum <i>Marinest\u00fctzpunkt Kiel<\/i>. Dessen Kommandant, <i>Fregattenkapit\u00e4n Hauke L\u00fctzen<\/i>, empfing uns und gab uns einen Einblick in die Aufgaben des St\u00fctzpunktes der 1. Einsatzflottille. Kiel ist seit 1865 Marinest\u00fctzpunkt, 1871 wurde es Reichskriegshafen. Der Marinehafen, welcher heute auch NATO-Hafen ist, wurde auf Initiative von Flottenadmiral Alfred von Tirpitz gebaut und nach ihm benannt. Im Hafen liegt auch das ber\u00fchmte Segelschulschiff GORCH FOCK, gebaut 1958. Auf einer Barkasse der Marine begaben wir uns auf eine <i>Hafenrundfahrt<\/i>. Unser Ziel war das Minenjagdboot HERTEN, M 1099, das zum 3. Marinesuchgeschwader geh\u00f6rt. Die Besatzung besteht aus 37 Mann. Stationen unserer Besichtigung waren vor allem Minensuchger\u00e4te, die Minenjagddrohne SEEFUCHS, Kommandobr\u00fccke und Einsatzzentrale. Der SEEFUCHS f\u00e4hrt automatisch oder gesteuert mit einem Joy-stick zur Mine und verf\u00fcgt \u00fcber ein Nahbereichssonar sowie eine eingebaute Videokamera, so lassen sich Objekte genau identifizieren und vernichten.<\/p>\n<p><strong><i>3. Tag, Kiel\u2013Gl\u00fccksburg\u2013M\u00fcrwik\u2013Kiel<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Punkt 10 Uhr treffen wir im Flottenkommando der Deutschen Marine ein. Empfangen von <i>Fregattenkapit\u00e4n Frank Signus (ehemals Kdt des Zerst\u00f6rers <\/i>M\u00d6LDERS) und <i>Herr Melzer <\/i>werden wir in die F\u00fchrungszentrale, einen unterirdischen Bunker mit umfangreichen \u00dcbermittlungseinrichtungen, gef\u00fchrt. Einige Etagen tiefer betreten wir den Vorraum, getrennt durch eine Glaswand vom &#8222;Maritime Operation Center&#8220;. Von hier aus werden die See- und Seeluftstreitkr\u00e4fte im weltweiten Einsatz kommandiert.<\/p>\n<p><i>Marineschule M\u00fcrwik: <\/i>Von 1907 bis 1910 entstand nach den Pl\u00e4nen des Marinebaurates <i>Adelbert Kelm <\/i>an der Kieler F\u00f6rde eine grossz\u00fcgig angelegte Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr den Offiziernachwuchs der Kaiserlichen Marine. Die Marineschule M\u00fcrwik, auch das &#8222;Rote Schloss am Meer&#8220; genannt, blickt auf eine lange Tradition zur\u00fcck. Das altehrw\u00fcrdige Geb\u00e4ude wurde zum 100-j\u00e4hrigen Schuljubil\u00e4um in langj\u00e4hriger Renovationsarbeit restauriert. Hier erhalten die angehenden Marineoffiziere die allgemeine milit\u00e4rische Grundausbildung. Empfangen wurden wir vom Kommandeur der Marineschule <i>Flottillenadmiral Thomas J. Ernst. Kapit\u00e4nleutnant Helpcke <\/i>f\u00fchrte uns zum hauseigenen Museum. Dieses beherbergt Relikte aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Trotz des regnerischen Wetters liessen wir uns eine Aussenbesichtigung dieser einmalig sch\u00f6nen Anlage nicht nehmen. Auf der Freitreppe der Marineschule wurde noch die offizielle Aufnahme unserer GMS-Gruppe auf den Chip gebannt. So d\u00fcrfte sie in der Marineschule verewigt sein &#8230; Nach einem ereignisreichen Tag fuhren wir wieder Richtung Kiel. In Rendsburgbesuchten wir noch die Schwebef\u00e4hre \u00fcber den Nord-Ostsee Kanal.<\/p>\n<p><strong><i>4. Tag, Kiel\u2013Wilhelmshaven<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Heute heisst es Abschied nehmen von Kiel, wir verschieben uns nach Wilhelmshaven. Der Weg f\u00fchrt \u00fcber Hamburg, da es nur dort m\u00f6glich ist, die Elbe zu \u00fcberqueren bzw. mit dem fast 3 km langen Elbtunnel zu unterqueren. So sind wir gegen Mittag in Wilhelmshaven eingetroffen, das am Jadebusen liegt, einer grossen Bucht an der Nordsee.<\/p>\n<p><i>Deutsches Marinemuseum: <\/i>Das Wetter ist uns heute besser gesinnt, bei leichter Bew\u00f6lkung begeben wir uns nach dem Mittagessen zum Deutschen Marinemuseum. <i>Konteradmiral Gottfried Hoch a. D. und Dr. Stephan Huck, Historiker und Leiter des Museums, <\/i>empfangen uns. Das Deutsche Marinemuseum befindet sich in der fr\u00fcheren Scheibenhofwerkstatt, erbaut 1888, einem der \u00e4ltesten noch erhaltenen Werkstattgeb\u00e4ude der fr\u00fcheren Kaiserlichen Werft. Das Museum zeigt die fast 160-j\u00e4hrige Geschichte der Deutschen Marine. Zu den H\u00f6hepunkten geh\u00f6rt ein Rundgang durch Deutschlands <i>gr\u00f6sstes Museumskriegsschiff<\/i>, den 2003 ausser Dienst gestellten <i>Lenkwaffenzerst\u00f6rer M\u00d6LDERS<\/i>. Eindr\u00fccklich ist auch das ausgestellte U-10. Zwischen 1967 und 2004 operierten diese U-Boote vor allem in der Nord- und Ostsee. An Bord der M\u00d6LDERS wird uns anschliessend in der originalen Offiziersmesse ein feines Nachtessen serviert, was unseren Eindruck vom Leben an Bord eines Kriegsschiffs abrundet.<\/p>\n<p><strong><i>5. Tag, Wilhelmshaven<\/i><\/strong><\/p>\n<p>Heute Morgen, am letzten Tag unserer Reise, fahren wir zum <i>Marinest\u00fctzpunktkommando Wilhelmshaven. <\/i>Die Stadt wurde durch die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges zu 55% zerst\u00f6rt. Mit dem Aufbau der Bundeswehr 1955 wurden f\u00fcr die neue Bundesmarine geeignete Werkst\u00e4tten und Anlagen erforderlich. So kam es am 1. Mai 1957 zur Neugr\u00fcndung des heutigen Marinearsenals. <i>Wilhelmshaven <\/i>ist der <i>gr\u00f6sste <\/i>und <i>bedeutendste Marinestandort <\/i>der Bundeswehr. <i>Kapit\u00e4n zur See Frank Vehoff, der Kommandant des St\u00fctzpunktes, <\/i>empf\u00e4ngt uns am <i>Heppenser Groden<\/i>. Von hier aus wird die logistische Unterst\u00fctzung der Flotte im Nordseebereich und auch bei Eins\u00e4tzen in \u00dcbersee sichergestellt. Der <i>Heppenser Groden <\/i>ist der Heimathafen der Einsatzflottille 2, bestehend aus dem 2. und 4. Fregattengeschwader, dem Trossgeschwader und den dazugeh\u00f6rigen St\u00e4ben.<\/p>\n<p>Im Anschluss konnten wir an Bord der Fregatte NIEDERSACHSEN gehen. Dort erhielten wir ein Briefing \u00fcber das Schiff von <i>Oberleutnant zur See Paulinias<\/i>, bevor es zur Besichtigung ging. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Bek\u00e4mpfung von UBooten. Dazu werden auch die beiden Bordhubschrauber SEA LYNX MK 88 verwendet. An Bord wurden wir in der Offiziersmesse vorz\u00fcglich und schnell verpflegt. Aus unerkl\u00e4rlichen Gr\u00fcnden ging der Verpflegungsbefehl f\u00fcr die GMS-Gruppe unter, der Grossteil der Mannschaft war bereits im Urlaub! Die ad hoc aufgebotene K\u00fcchenmannschaft hat diese Aufgabe von der Komb\u00fcse bis zum Service jedoch bestens gel\u00f6st!<\/p>\n<p>Nach der Verabschiedung auf der NIEDERSACHSEN statten wir dem <i>JadeWeserPort <\/i>einen Kurzbesuch ab, dem gr\u00f6ssten im Bau stehenden <i>Containerhafen <\/i>in Deutschland. Das ist f\u00fcr Wilhelmshaven und Norddeutschland ein Jahrhundertprojekt. Eine Teiler\u00f6ffnung ist f\u00fcr 2012 geplant. Den Abend liessen wir bei einem feinen Abschlussdinner ausklingen, mit einem grossen Dank an J\u00fcrg K\u00fcrsener f\u00fcr diese eindr\u00fcckliche, interessante Reise, die uns \u00abLandratten\u00bb einen umfassenden Einblick in die vielseitigen Aufgaben der Deutschen Marine vermittelt hat.<\/p>\n<p><i>6<strong>. Tag, Wilhelmshaven\u2013Hamburg\u2013Z\u00fcrich<\/strong><\/i><\/p>\n<p>Eine in jeder Beziehung gelungene GMS-Reise fand ihren Abschluss mit dem Mittagessen im Restaurant &#8222;Zum Zeppelin&#8220; in Hamburg. Nach einem ruhigen R\u00fcckflug nach Z\u00fcrich war die Zeit gekommen, sich zu verabschieden.<\/p>\n<p><i>Text: Fredy von Deschwanden (Spreitenbach)<\/i><\/p>\n<p><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte und Gegenwart.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[273,49],"tags":[],"class_list":["post-613","post","type-post","status-publish","format-standard","category-gms-reisearchiv-2011","category-reisen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/613","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=613"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/613\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=613"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=613"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=613"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}