{"id":7557,"date":"2015-11-09T00:49:57","date_gmt":"2015-11-09T00:49:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/?p=7557"},"modified":"2015-11-09T00:49:57","modified_gmt":"2015-11-09T00:49:57","slug":"gms-fruehjahrstagung-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/tagungen\/gms-fruehjahrstagung-2016\/","title":{"rendered":"GMS Fr\u00fchjahrstagung 2016"},"content":{"rendered":"<p>Thema:\u00a0<strong>Umbruchsphasen der Schweizer Armee<\/strong><\/p>\n<p>Samstag, 27. Februar 2016, 0945 &#8211; 1300, Universit\u00e4t Z\u00fcrich, Hauptgeb\u00e4ude R\u00e4mistrasse 71, Raum KOH-L-101<\/p>\n<p>mit Referaten von Prof. Dr. Rudolf Jaun, PD Dr. Hans Rudolf Fuhrer und Dr. Peter Braun<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Schweizer Armee steht vor einem neuen Umbruch, nicht das erste Mal seit 1803. Rund 100 Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer folgten den Ausf\u00fchrungen der Milit\u00e4rhistoriker Rudolf Jaun, Hans Rudolf Fuhrer und Peter Braun anl\u00e4sslich des Fr\u00fchjahrssymposiums der Gesellschaft f\u00fcr milit\u00e4rhistorische Studienreisen GMS. 2016 stehen mit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) entscheidende Ver\u00e4nderungen an. Die GMS nahm dies zum Anlass einen Blick auf die Armeereformen in der Vergangenheit und der Gegenwart zu werfen.<\/p>\n<p><strong>Notwendigkeit der WEA<\/strong><br \/>\nPeter Braun zeichnete die Notwendigkeit der neusten Armeereform auf. Best\u00e4nde, Finanzen und Bedrohungslage stecken den Rahmen der WEA ab. Zwar soll der Sollbestand von heute 200\u2018000 auf k\u00fcnftig100\u2018000 Mann reduziert werden, doch wird der Effektivbestand wesentlich h\u00f6her als heute zu liegen kommen. \u201eDamit ist das Argument der Kritiker, die WEA sei eine Halbierung der Armee, entkr\u00e4ftet. Mit der Reduktion der Truppenk\u00f6rper kann ein Ausbluten der Armee verhindert werden\u201c, so Braun. Trotz der Verkleinerung werden j\u00e4hrlich f\u00fcnf Milliarden Franken notwendig sein, will man die in den kommenden Jahren notwendigen Neuinvestitionen vornehmen. Derzeit werden drei Milliarden f\u00fcr den Betrieb der Armee verwendet. In den Jahren steht die Abl\u00f6sung wichtiger Systeme in der Artillerie, bei den Panzertruppen und der Infanterie oder die Beschaffung eines Kampfflugzeuges zur Debatte.<\/p>\n<p><strong>Die Umbruchsphasen seit 1804<\/strong><br \/>\nDie Schweizer Armee verzeichnete einige Umbruchsphasen, wie Rudolf Jaun aufzeigte. \u201eUmbr\u00fcche sind daran zu erkennen, wenn das Verh\u00e4ltnis von Mitteln, Zielen und Verfahren zur Diskussion steht\u201c. Das war in verschiedenen Phasen 1804-1815, 1890-1907, 1945 \u2013 1966 und 1989 &#8211; 200X der Fall. 1817 gab es erstmals eine eidgen\u00f6ssische Milit\u00e4raufsichtsbeh\u00f6rde mit einem eidgen\u00f6ssischen Stab. Mit der Gr\u00fcndung der Zentralschulen in Thun wurden auch neue Grundlagen f\u00fcr die Ausbildung gelegt. Zum ersten Mal wurden systematische \u00dcberlegungen angestellt, wie die Armee eingesetzt werden k\u00f6nnte. Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Umbr\u00fcche in den 60-er und 90-er Jahren des 19. Jahrhunderts und nach dem Zweiten Weltkrieg waren Entwicklungen in der Milit\u00e4rtechnik. Nach dem Zweiten Weltkriege bahnte sich ein Richtungsstreit an, der in der Konzeption vom 6.6.66 endete. Diese hatte bis Mitte der neunziger Jahre Bestand. Der Pillenknick, die zunehmende Digitalisierung und Neuerungen in der Waffentechnologie sowie eine sinkende Akzeptanz der Armee in der Bev\u00f6lkerung (Armeeabschaffungsinitiative) l\u00e4uteten gem\u00e4ss Jaun das Ende der Armee 61 ein. Auf die Armee 95 folgte 2004 die Armee XXI.<\/p>\n<p><strong>Wert der Mobilmachung<\/strong><br \/>\nHans Rudolf Fuhrer zeichnete die Vor- und Nachteile der Mobilisierung auf. \u201eDie grosse Herausforderung ist die Frage, wann die Vorwarnzeit beginnt, wenn verbal gedroht wird, die internationalen Spannungen zunehmen oder der Gegner bereits angriffsbereit an der Grenze ist?\u201c Fuhrer kommt zum Schluss, dass in der Geschichte die Schweiz ihre Truppen nie rechtzeitig mobilisiert hatte. Man wollte keine falschen Signale aussenden.<\/p>\n<p>Dieter Kl\u00e4y, Vorstandsmitglied<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thema:\u00a0Umbruchsphasen der Schweizer Armee Samstag, 27. 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