{"id":8540,"date":"2016-11-06T01:03:24","date_gmt":"2016-11-06T01:03:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/?p=8540"},"modified":"2016-11-06T01:03:24","modified_gmt":"2016-11-06T01:03:24","slug":"gms-fruehjahrstagung-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/tagungen\/gms-fruehjahrstagung-2017\/","title":{"rendered":"GMS Fr\u00fchjahrstagung 2017"},"content":{"rendered":"<p>Thema: <strong>Von der Helvetik zur Mediation &#8211; das Schl\u00fcsseljahr 1802<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Samstag, 25. Februar 2017, 0945 \u2013 1200, Universit\u00e4t Z\u00fcrich Zentrum, Hauptgeb\u00e4ude R\u00e4mistrasse 71, Raum KOH B-10<\/p>\n<p>mit Referaten von PD Dr. Hans Rudolf Fuhrer und Dr. St\u00fcssi-Lauterburg<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Aufstand weiter Teile der Bev\u00f6lkerung im Herbst 1802 gegen die helvetische Obrigkeit, bekannt auch unter dem Begriff \u00abStecklikrieg\u00bb, ist ein eher wenig beachtetes Thema der Schweizer Geschichte. Hans Rudolf Fuhrer beleuchtete die Ereignisse rund um die Beschiessung von Z\u00fcrich und J\u00fcrg St\u00fcssi Lauterburg widmete sich in seinem Referat dem Stoss der F\u00f6deralisten nach Bern und dem Sturz der helvetischen Regierung. Den Ausf\u00fchrungen der beiden Referenten folgten knapp 100 Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer.<\/p>\n<p>Nach dem Abzug der Franzosen duldete die helvetische Zentralregierung keinen Widerstand. Allerdings hatte der helvetische Zentralstaat nur ca. 2000 bewaffnete Mann, wovon 500 unbrauchbar gewesen sein sollten, wie Hans Rudolf Fuhrer einsch\u00e4tzt. General Andermatt wurde ausgesandt, die Obwaldner ruhig zu stellen. Es kam am 13. August 1802 zur Auseinandersetzung am Renggpass bei Alpnach. Zwar war es ein kleines Gefecht, erhielt aber eine grosse Bedeutung, da es mit einem Sieg der aufst\u00e4ndischen Ob- und Nidwaldner endete. General Andermatt musste Frieden schliessen und bekam von Bern den Befehl, nach Z\u00fcrich zu marschieren, wo ihm die Stadtz\u00fcrcher den Einlass verwehrten. Das f\u00fchrte am 10. September 1802 zur ersten Beschiessung Z\u00fcrichs von der Enge aus. Grossen Sch\u00e4den gab es nicht. Die Br\u00e4nde konnten rasch gel\u00f6scht werden. Ein terrestrischer Vorstoss von Wollishofen auf die Stadt scheiterte. Andermatt wechselte per Schiff die Seeseite und beschoss die Stadt vom Z\u00fcriberg aus. Unterst\u00fctzt wurde er von Bauern aus der Landschaft, die die Stadt pl\u00fcndern wollten. Nachdem der Erfolg ein zweites Mal ausgeblieben war, musste General Andermatt auf Geheiss der helvetischen Regierung einen Frieden aushandeln. Am 15. September 1802 zog er seine Truppen in Richtung Bern ab.<\/p>\n<p>Den Kriegsverlauf zwischen den F\u00f6deralisten und der Helvetischen Republik in den Kantonen Aargau, Bern und Waadt zeichnete J\u00fcrg St\u00fcssi-Lauterburg auf. Nach dem Frieden von Lun\u00e9ville und Amiens ging es darum, dass die Schweiz ihre politische Ordnung selbst an die Hand nahm. Die helvetische Verfassung von 1802 wurde allerdings nur durch einen Trick angenommen. Die Nichtstimmenden wurden automatisch als Ja-Stimmen gez\u00e4hlt, weshalb die Verfassung angenommen worden ist. Tats\u00e4chlich hat sie aber eine Mehrheit an der Urne verworfen. Nach dem Abzug der franz\u00f6sischen Truppen im Sommer 1802 brach der Aufstand im Aargau, in Bern und in der Zentralschweiz aus. Der Versuch der helvetischen Regierung, die Aufst\u00e4nde zu unterdr\u00fccken, f\u00fchrten im September 1802 auch im ganzen Mittelland zu Auseinandersetzungen. Die helvetische Regierung brach zusammen und zog nach Lausanne ab. Die helvetische Armee wurde vollst\u00e4ndig geschlagen. Napoleon diktierte die Mediation. Bis 1813 wurde die Schweiz faktisch ein franz\u00f6sischer Vasallenstaat.<\/p>\n<p>Dieter Kl\u00e4y, Vorstandsmitglied<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thema: Von der Helvetik zur Mediation &#8211; das Schl\u00fcsseljahr 1802 Samstag, 25. 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