{"id":9890,"date":"2017-07-19T08:00:38","date_gmt":"2017-07-19T06:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/?p=9890"},"modified":"2022-01-25T09:07:38","modified_gmt":"2022-01-25T08:07:38","slug":"02-2018-iran-persien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/archiv\/reisen\/02-2018-iran-persien\/","title":{"rendered":"02-2018 | Iran-Persien"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Dr. J\u00fcrg E. Schneider<\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Frau Zohreh Farzaneh, Teheran<\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Freitag, 27. April &#8211; Mittwoch 8. Mai 2018<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Ein altes Kulturvolk erwacht<\/span><\/h3>\n<p>Die Geschichte berichtet vom Weltreich der Ach\u00e4meniden und den Perserkriegen, dem Alexanderzug, der Auseinandersetzung der Parther mit den R\u00f6mern und weiter \u00fcber die Sassanidenzeit zum persisch-schiitischen Reich der Safawiden. In neuerer Zeit folgte die Konferenz von Teheran (1943), die Revolution von 1979 und schliesslich der irakisch-iranische Krieg von 1980-88. In der Gegenwart wird aktuell gl\u00fccklicherweise nicht mit Waffen gek\u00e4mpft, aber die geopolitische Grosswetterlage bleibt dynamisch. Ohne den Iran wird es im Vorderen Orient zu keinem Frieden kommen, ein Thema, dass wir beim vorgesehenen Besuch auf der Schweizer Botschaft in Teheran ansprechen werden.<br \/>\nNeben der Auseinandersetzung mit milit\u00e4rhistorischen Themen lernen wir auch das reiche kulturelle Erbe Persiens kennen. Wir finden Zugang zu den klassischen Dichtern, streifen durch die Basare der alten Handelsst\u00e4dte, fragen uns, warum einer der gr\u00f6ssten Erd\u00f6lproduzenten der Welt Kernkraftwerke braucht und wie es um die Rechte von Minderheiten steht. Nicht zuletzt werden wir beeindruckt sein von der herzlichen Gastfreundschaft und Weltoffenheit eines Grossteils der heutigen Bev\u00f6lkerung. Sie sind ein untr\u00fcgliches Zeichen einer interessanten \u00d6ffnungsphase.<br \/>\nEinen detaillierten Bericht \u00fcber diese Reise im vergangenen Jahr finden Sie im GMS Magazin Nr. 92.<span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">unter dem<\/span> <a href=\"https:\/\/www.gms-reisen.ch\/old-page\/reisen\/23-2017-%c2%a6-iran\/\">Suchbegriff 23-2017<\/a>.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Programm<\/span><\/h3>\n<h4>Freitag<\/h4>\n<p>Am sp\u00e4ten Morgen Abflug ab Z\u00fcrich mit Turkish Airlines via Istanbul nach Schiras.<\/p>\n<h4>Samstag<\/h4>\n<p>Ankunft in Schiras nach Mitternacht. Es folgt der Transfer ins Hotel. Jeder Iraner spricht voller Emotionen \u00fcber die Stadt der Dichter, der Rosen, der Musik, des Weines und der Tavernen. Wir erkunden die Paradiesg\u00e4rten (UNESCO-Kulturerbe) und treffen auf die Mausoleen der Poeten Saadi und Hafis. In Schiras liegen aberauch die Schl\u00fcssel zur komplexen Vergangenheit der Nation. Die Umgebung der heutigen Stadt war schon vor mehr als 2500 Jahren Kernland des ach\u00e4menidischen Persien. Zwei m\u00e4chtige altpersische K\u00f6nigsh\u00e4user stammen von hier: die antiken Ach\u00e4meniden (559 bis 330 v. Chr.) und die Sassaniden (224 bis 651). Abendessen und \u00dcbernachtung**** in Schiras.<\/p>\n<h4>Sonntag<\/h4>\n<p>Wir besuchen die altpersische Residenzstadt Persepolis (UNESCO-Weltkulturerbe). Die Stadt wurde 331 v. Chr. durch Alexander den Grossen zerst\u00f6rt. Man sagt als Rache f\u00fcr die Zerst\u00f6rung der Akropolis in Athen durch die persischen Truppen von Xerxes. Die Reliefs an den Treppenaufg\u00e4ngen zur Apadana lesen sich wie ein Geschichtsbuch. Ein paar Kilometer weiter treffen wir auf Nagsch-e Rustam. Die ach\u00e4menidischen Felsengr\u00e4ber und sassanidischen Reliefs lesen sich wie eine in Stein gehauene Chronik. Gegen Abend erreichen wir Yazd. Abendessen und \u00dcbernachtung**** in Yazd.<\/p>\n<h4>Montag<\/h4>\n<p>Yazd war einst wichtiger Etappenort an den Handelswegen der Seidenstrasse. Noch heute spielt hier die vorislamische Religion Zarathustras eine wichtige Rolle. Das Feuerheiligtum und die T\u00fcrme des Schweigens sind das spirituelle Zentrum der Zoroastrier. Die blaugekachelte Freitagsmoschee hingegen ist ein Meisterst\u00fcck persischer Architektur und steht inmitten der aus Stampflehm errichteten Wohnh\u00e4user. Abendessen und \u00dcbernachtung**** in Yazd.<\/p>\n<h4>Dienstag<\/h4>\n<p>Wir verlassen Yazd westw\u00e4rts und treffen auf den Ort Nain. Hier steht eine der \u00e4ltesten, im arabischen Stil erbauten Moscheen des Landes. \u00dcber Muhammadiyye (bekannt f\u00fcr die traditionelle Gew\u00e4nderproduktion) f\u00fchrt der Weg schliesslich nach Isfahan. Alles in allem ein abwechslungsreicher Tag mit gut vertr\u00e4glichen Fahretappen. Abendessen und \u00dcbernachtung**** in Isfahan.<\/p>\n<h4>Mittwoch<\/h4>\n<p>Wie im M\u00e4rchen wirkt die Kulisse Isfahans mit ihren t\u00fcrkisblauen Kuppeln am Zayandeh Rud (dem &#8222;lebensspendenden Fluss&#8220;). Nach dem Besuch des 40-S\u00e4ulen-Palastes werfen wir von der Terrasse des Ali-Kapu-Palastes einen Blick auf einen der sch\u00f6nsten und gr\u00f6ssten Pl\u00e4tze der Welt: den Meidan-e Imam (UNESCO-Kulturerbe). In Isfahan steht aber auch eine christliche Kathedrale. Wie es dazu kam, dass hier heute eine armenisch-christliche Minderheit lebt, erfahren wir im Museum des Armenierviertels. Auch f\u00fcr Isfahans ber\u00fchmte Br\u00fccken nehmen wir uns Zeit. Abendessen und \u00dcbernachtung**** in Isfahan.<\/p>\n<h4>Donnerstag<\/h4>\n<p>Um zu den geschichtstr\u00e4chtigen Orten im Westen des Iran zu gelangen, folgen wir dem Verlauf des Zagros- Gebirges bis nach Borudscherd in der Provinz Lorestan. Borudscherd ist eine der \u00e4ltesten erhaltenen St\u00e4dte des Iran. Wir h\u00f6ren interessante Details zur bewegten Vergangenheit der (Grenz-)Stadt und geopolitisch wichtigen Handelsstation. In erster Linie dient uns Borudscherd als Raststation auf dem Weg in den Westen. Abendessen und \u00dcbernachtung*** in Borudscherd.<\/p>\n<h4>Freitag<\/h4>\n<p>Rund 180km nordwestlich von Borudscherd liegt Bisotun. Wir befinden uns mitten im Zagros-Gebirge und an der Hauptroute der historischen Seidenstrasse. Kurz vor der Stadt sehen wir am Berg der G\u00f6tter das Relief des Grossk\u00f6nigs Dareios (UNESCO-Welterbe). Ausserhalb der Stadt Kermanschah treffen wir auf Taq-e Bostan, sprich auf einige der am besten erhaltenen Felsenbilder. Die sassanidischen Kunstwerke betonen Macht, religi\u00f6se Tendenzen, Ruhm, Ehre, den Kampf- und Spielgeist. Schliesslich erreichen wir Kermanschah. Abendessen und \u00dcbernachtung**** in Kermanschah.<\/p>\n<h4>Samstag<\/h4>\n<p>Kermanschah hat eine interessante milit\u00e4rhistorische Vergangenheit. In der Endphase des Iran-Irak-Krieges versuchte die im Irak stationierte Armee des Nationalen Widerstandsrates Irans vom Irak aus \u00fcber Kermanschah nach Teheran vorzustossen (Operationen \u00ab40 Sterne\u00bb im Norden bzw. \u00abEwiges Licht\u00bb im Westen Irans). Aufgrund ihrer Lage an der Aussengrenze des persischen Reiches war die Stadt aber schon viel fr\u00fcher oft umk\u00e4mpft (Hauptstadt der Provinz Kurdistan, Grenzstadt zwischen Persien und dem Osmanischen Reich, Erster Weltkrieg). Am Nachmittag Transfer nach Hamadan und Besuch des &#8222;The Holy Defence Museum of Hamedan Province&#8220;. Das Museum ist dem Iran-Irak-Krieg (1980-88) gewidmet. Abendessen und \u00dcbernachtung*** in Hamadan.<\/p>\n<h4>Sonntag<\/h4>\n<p>Wir verlassen Hamadan ostw\u00e4rts Richtung Teheran. Es bleibt Zeit f\u00fcr einen ersten Rundgang in der Stadt. Teheran liegt auf rund 1\u2018200 Metern \u00fcber Meer am Fusse des Damawand, dem h\u00f6chsten Berg Irans (5\u2018670m). In der modernen Grossstadt mit \u00fcber 10 Millionen Einwohnern erleben wir zweifellos den modernen, zukunftsorientierten Iran. Abends ist ein Besuch auf der Schweizer Botschaft vorgesehen. Abendessen und \u00dcbernachtung**** in Teheran.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #000000;\">Montag<\/span><\/h4>\n<p>Wir widmen uns den Themen im S\u00fcden der Stadt, wo auch unser Hotel liegt. Ein Besuch im Nationalmuseum ist ein Muss. Der Golestan Palast war der einstige Regierungspalast der Kadscharen in Teheran und bis zur Errichtung der Islamischen Republik offizieller Sitz des persischen Monarchen. Um die Mittagszeit werden wir ins Labyrinth des Teheraner Basars eingef\u00fchrt. Der Rest des Nachmittags steht zur freien Verf\u00fcgung. Abendessen und \u00dcbernachtung**** in Teheran.<\/p>\n<h4>Dienstag<\/h4>\n<p>Morgens bringt uns der Bus in die n\u00f6rdlichen Quartiere der Stadt und zu jenem Palais, indem vom 28. November bis 1. Dezember 1943 die Teheran-Konferenz (Konferenz der Grossen Drei) stattfand. Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill und Josef Stalin trafen sich hier zur Absprache \u00fcber die weitere Vorgehensweise auf dem europ\u00e4ischen Kriegsschauplatz im Jahr 1944 und die Zeit nach einem Sieg der Alliierten \u00fcber Deutschland. Vorbei am Freiheitsmonument (Azadi Tower) bringt uns der Bus schliesslich zum Flughafen. Abflug ab Teheran mit Turkish Airlines via Istanbul in die Schweiz mit Ankunft in Z\u00fcrich am sp\u00e4ten Abend.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Bildergalerie<\/span><\/h3>\n<p>Von dieser Reise finden sich keine Bilder in unserem Archiv.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Dr. J\u00fcrg E. Schneider Frau Zohreh Farzaneh, Teheran Freitag, 27. April &#8211; Mittwoch 8. 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