gms homeReisenGMS Vorprogramm18-27 | L'Italie délivrée à Marengo

18-27 | L’Italie délivrée à Marengo

Montag, 25. Oktober - Donnerstag, 28. Oktober 2027

Risorgimento, die Entstehung Italiens von Marengo bis Magenta

BEDEUTUNG DER PIKTOGRAMME


Reiseleitung: Barbara und Jürg Stüssi-Lauterburg

Vier Reisetage

Neue Reise

Kultureller Reiseanteil: ***

Ein Muss für alle, die sich mit der Gründungsgeschichte unseres südlichen Nachbarstaats auseinandersetzen und bereit sind, rhetorische Feuerwerke über sich ergehen zu lassen.


Thematische Umschreibung


Grosser St. Bernhard, Turin, Marengo, Novara, Ligornetto:  Eine Reise zu den Wurzeln unseres Nachbarn Italien

Wie entsteht ein Staat? Für Italien, als Staat ausgerufen 1861 im Palazzo Madama in Turin, stand Militärisches zu Gevatter: Am Rande des Abgrunds rettete 1706 die Entschlusskraft eines Mineurs, Pietro Micca, Savoyens von den Franzosen belagerte Hauptstadt Turin vor dem Fall. Das ermöglichte den Aufstieg der regierenden Casa Savoia zur Königswürde in Sardinien-Piemont. Napoleons Zug nach Marengo erniedrigte 1800 Turin zum Hauptort eines französischen Departements und verhalf gleichzeitig neuen Ideen zum Durchbruch. Die später in Turin wieder etablierte Monarchie wurde zum Kern der Bemühungen um die politische Einigung Italiens. König Carlo Alberto versuchte diese mit den eigenen Kräften allein zu erreichen. Er scheiterte verlustreich 1849 auf dem Schlachtfeld von Novara. Damit war klar: Allein konnte sich Italien weder von Habsburg-Österreich noch von einer drohenden französischen Vorherrschaft befreien. Carlo Albertos Nachfolger Vittorio Emanuele II und sein Minister Cavour stellten 1855 den Franzosen Kaiser Napoleons III und den Briten Königin Victorias die sardinische Armee für den Krieg gegen Russland zur Verfügung. Sie erreichten so deren Unterstützung für die entscheidenden Feldzüge von 1859 und 1860. Im nächsten, dritten, italienischen Unabhängigkeitskrieg 1866 verschaffte ein Bündnis mit den siegreichen Preussen den Italienern den Zugewinn Veneziens auf Kosten Österreichs. Die Entwicklung wäre nicht denkbar gewesen ohne die dynastische Geschichte und die Ideengeschichte (Freiheit im liberalen Sinn des 19. Jahrhunderts, Selbstbestimmungsrecht der Völker), ohne Zeitungen, Eisenbahn und Telegraph. Der Tessiner Bildhauer Vincenzo Vela aus Ligornetto gab Ideen und Protagonisten plastische Gestalt.  Die Reise führt zu Schauplätzen vom Grossen St. Bernhard bis zu den Minen und Konterminen, in denen sich Pietro Micca bewegte, auf das Schlachtfeld von Marengo, zum Ossario von Novara, in Vincenzo Velas Atelier in Ligornetto, vor allem aber in die Stadt Turin, welche im Nationalmuseum des Risorgimentos, mit Denkmälern und in Strassennamen, ja im Bewusstsein ihrer Bewohnerinnen und Bewohner Zeugnis ablegt von der Entstehung unseres Nachbarlandes Italien als moderner Staat.

Vorgesehenes Programm


Erster Reisetag: Montag, 25. Oktober 2027

 Zürich – Bourg-Saint-Pierre – Etroubles – Torino

Abfahrt mit dem Car ab Sihlquai am frühen Morgen. Die Fahrt führt uns entlang der Autobahn nach Gruyère (Kaffeepause) und weiter nach Bourg-Saint-Pierre am Fusse des Grand St. Bernhard. Im Dorf erinnert man sich an Napoléons Alpenüberquerung im Mai 1800, ebenso wie auf der Passhöhe im Hospiz der Augustinermönche. Beide Erinnerungsstätten werden wir besuchen, bevor wir im Aostatal, genauer in Etroubles zum Mittagessen einkehren.

Die Passhöhe des Grand Saint-Bernard

Anschliessend wird in Hône die Bedeutung des Fort de Bard während Napoleons Zug nach Marengo und danach beleuchtet.

Fort de Bard

Die Weiterfahrt bringt uns nach Donnas, wo wir uns am Meilenstein XXXVI der gut erhaltenen, römischen Strasse bewusst werden, dass die Achse über den Grossen St. Bernhard eine viel weiter zurückreichende historische Bedeutung hatte, als die militärhistorische Vergangenheit lediglich auf den korsischen Konsul zurückzuführen wäre. Die Fahrt des heutigen Tages endet in Torino, wo wir für zwei Nächte in einem Hotel**** nahe dem Stadtzentrum Unterkunft beziehen. Abendessen in der Stadt.

Torino , die Hauptstadt des Piemont. Blick vom Monte dei Capuccini auf die Stadt

Zweiter Reisetag: Dienstag, 26. Oktober 2027

Torino – Hauptstadt des Piemont – Stadt des Risorgimento

Nach dem Frühstück besuchen wir das Museo Nazionale Risorgimento Italiano. Auf dem einstündigen Fussweg vermitteln die Reiseleitenden an vier ausgewählten Standorten detaillierte, unbekannte und überraschende Informationen zur Geschichte der Stadt. Das Museum bietet einen chronologisch geordneten Überblick über das gesamte Risorgimento, einschliesslich des I., II. und III. italienischen Unabhängigkeitskrieges (1848/49, 1859, 1866). Der durch Barbara und Jürg geleitete Gang vermittelt einen Gesamteindruck, welcher erlaubt, das vorher wie das nachher Gesehene bzw. zu Sehende einzuordnen. Kurze, fakultative Mittagesverpflegung im Anschluss.

Piazza San Carlo

Fussmarsch von der Piazza Carignano zum Museum Pietro Micca. Das Museum bietet einen Einblick in die Belagerung von Turin im Jahre 1706, in den Entsatz der Stadt und in die heroische Tat Pietro Miccas, welcher unter dem Einsatz des eigenen Lebens einen Durchbruch der belagernden Franzosen in das Konterminensystem der piemontesischen Verteidiger verhinderte. Der Besuch der Originalstollen von 1706 eignet sich nicht für an Klaustrophobie leidende Menschen, wird aber allen anderen unvergesslich bleiben.

Im Stollensystem von Pietro Micca

Fahrt mit dem Car von Museo Civico Pietro Micca auf den Monte dei Cappucini. Dabei geht darum, unterwegs die einmalige Stellung Vittorio Emanueles II im historischen Bewusstsein und in der Architektur der Stadt Turin zu erfassen und Lage und Geschichte der Stadt Turin zu rekapitulieren.

Der Monte dei Capuccini

Stadtspaziergang vom Monte dei Cappucini zurück zum Hotel. Dieser Spaziergang führt durch die,  bei den vorherigen Stadtspaziergängen nicht berührte Teile Turins. Die Rückfahrt mit dem Car ins Hotel steht jenen Teilnehmenden als Alternative zur Verfügung, welche dies bevorzugen.

Abendessen in der Stadt und Übernachtung im Hotel.

Dritter Reisetag: Mittwoch, 27. Oktober 2027

Marengo – Alessandria – Novara

Check-out in Torino. Fahrt nach Marengo. Die 1805 in Gegenwart des Kaiserpaares Napoleon und Josephine eingeweihte „Säule von Marengo“ wurde 1815 von den siegreichen Österreichern verschleppt und 1921 wieder nach Marengo zurückgebracht.

Die Säule von Marengo

Direkt bei der Säule verfolgen wir den Verlauf der Entscheidungsschlacht des 14. Juni 1800.

Die Schlacht von Marengo

Weiterfahrt und Besuch der ebenso sehenswerten wie ruinösen Zitadelle von Alessandria.

Die Zitadelle von Alessandria

Fahrt nach Casale Monferrato. Mittagessen. Fahrt nach Novara und Besuch der dortigen Zitadelle und des Archäologischen Museums. Novara ist auch Schauplatz der Schweizer Geschichte. Novara ist aber im Zusammenhang unserer Reise vor allem wichtig als Verbannungsort von Carlo Alberto, des nachmaligen Königs, und als Ort seiner entscheidenden Niederlage im Jahr 1849. Das archäologische Museum ist sehenswert, die Entstehung seiner Sammlungen illustriert das Kultur-Risorgimento.

Anschliessend Besichtigung des Ossario sowie der in unmittelbarer Nähe liegenden Kirche La Bicocca. Die beiden Denkmäler liegen im Zentrum des Schlachtfeldes von Novara 1849. Die Schlacht einerseits, die Erinnerungskultur andererseits sind an dieser wenig besuchten Stätte Schwergewicht unseres dortigen Aufenthalts.

Ossario di Novara

Fahrt in die Stadt und Zimmerbezug in einem Hotel *** in der Altstadt von Novara. Abendessen in der Stadt, Übernachtung.

 

Letzter Reisetag: Donnerstag, 28. Oktober 2027

Magenta – Ligornetto – Zürich

Check-out. Fahrt nach Magenta. Besuch des Ossario und Ausführungen zu den Denkmälern von Magenta. Die Denkmäler gelten Marschall Marie Edme Patrice Maurice, Graf von Mac-Mahon, seit der Schlacht Duc de Magenta, sowie den in der Schlacht gefallenen Generälen Charles-Marie-Esprit Espinasse sowie Jean Joseph Gustave Cler, welch letzerer bei den Kämpfen um den Übergang über den Naviglio Grande fiel.

Ossario von Magenta

Anschliessend führt uns die Reise nach Ligornetto in der Nähe von Stabio. Besuch des Museums Vincenzo Vela. Vincenzo Velas zentraler Wert war die Freiheit, er nannte seinen Sohn Spartaco nach dem Anführer eines Sklavenaufstands. Entsprechend begegnen sich in seinem Werk die Gestalten der eidgenössischen Überlieferung wie Wilhelm Tell und jene des Risorgimentos wie Garibaldi und Vittorio Emanuele II.

Im Museo Vincenzo Vela

Die Rückfahrt nach Zürich unterbrechen wir durch ein Mittagessen – hoffentlich in einem Tessiner Grotto. Die erwartete Ankunftszeit am Züricher Sihlquai dürfte um 17.30 Uhr sein.

 


Reisedokumentation

Den Teilnehmenden wird vor der Reise eine, zur thematischen Reisevorbereitung verfasste, schriftliche Dokumentation zugestellt. Die Möglichkeit des Downloads zur Nutzung auf elektronischen Geräten wird nach erfolgter, postalischer Zustellung der gedruckten Version durch die Eingabe eines Passworts gewährleistet. Diesen Code erhalten die Teilnehmenden mit erwähnter Sendung.

 

Ausrüstung


Sportlich bequeme Reisebekleidung, gutes Schuhwerk, Witterungsschutz.

 

Einreisebestimmungen


Für die Reise benötigen Teilnehmende eine gültige Identitätskarte (ID) oder einen entsprechenden Reisepass.

 

 

Fitness


GMS – Kategorie M (anspruchsvoll): Die Stadtbesichtigungen bedürfen einer guten Ausdauer und Kondition.

AUSFÜHRUNGEN ZU DEN FITNESS-KATEGORIEN

Kosten pro Person


Die zu erwartenden Reisekosten bewegen sich im Rahmen der GMS-Preiskategorien 2-3. Der effektive, verbindliche Reisepreis wird nach Abschluss der Kalkulation im GMS-Reiseprogramm 2027 ausgewiesen.

AUSFÜHRUNGEN ZU DEN GMS-PREISKATEGORIEN

 


Doppelzimmer Mitglied CHF
Doppelzimmer Nichtmitglied CHF
Zuschlag Einzelzimmer CHF

Inbegriffen

GMS-Leistungspaket
Getränke zu den Mittagessen

Nicht inbegriffen

Getränke zu den Abendessen

 


Anmeldung


 

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