Wieso das schweizerische PSO-Engagement Sinn macht!
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Inhalt aktualisiert am 26.02.2026
Reiseleitung: Divisionär a D Urs Gerber
Sechs Reisetage
Neue Reise
Kultureller Reiseanteil ***: ohne Frage bietet eine Reise auf den Balkan immer wieder spannende kulturelle Einblicke. Die Region ist geprägt von historisch gewachsenen Gegensätzen.
Ein Muss für alle, die sich vertieft mit dem langjährigen Engagement der Schweizer Armee in dieser sicherheitspolitisch nach wie vor labilen Region beschäftigen und einen Eindruck der Arbeit unserer Swisscoy-Angehörigen vor Ort gewinnen möchten.
Nutzen Sie die exklusive Gelegenheit, unsere Soldatinnen und Soldaten vor Ort zu besuchen!
Thematische Umschreibung
Südosteuropa und insbesondere der Balkan haben in ihrer wechselvollen Geschichte immer wieder nachhaltige Auswirkungen auf die sicherheitspolitisch-militärischen, kulturellen und auch religiösen Entwicklungen Mittel- und Westeuropas ausgeübt. Spätestens seit der Belagerung Wiens 1683 durch das Ottomanische Reich und dann insbesondere durch die nationalistischen Strömungen und Bewegungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts im Laufe des allmählichen Zerfalls des Ottomanischen Reiches ist dies ins Bewusstsein auch der westeuropäischen Gesellschaften eingedrungen. Als diesbezügliche Höhepunkte gelten die Balkankriege 1912 und 1913 sowie dann die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand im Sommer 1914 in Sarajewo, welche entscheidend zur Auslösung des Ersten Weltkriegs beigetragen haben.
Marschall Josip Broz Tito gelang es dann aus den Nachwehen der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkrieges mit eiserner Hand das Vielvölkergemisch in der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawiens auch dank eines geschickten Lavierens zwischen den beiden Blöcken des Kalten Krieges zusammenzuhalten. Nach dessen Tod 1980 verschärften sich die ethnischen Spannungen wieder und führten ab 1991 zu den Balkankriegen, welche nacheinander Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und schliesslich den Kosovo erfassten. Nur dank massivem Eingreifen der USA und der NATO gelang es politisch einigermassen tragfähige Lösungen zu finden, welche in Bosnien-Herzegowina und in Kosovo weiterhin durch erhebliche Einwirkung von aussen überwacht werden. Auch über 25 Jahren nach Beendigung der Kämpfe sind die Spannungen und Zwischenfälle noch nicht überwunden worden.
Die Balkankriege und deren Stabilisierungsmechanismen haben in der Schweiz auch die militärische Friedensförderung nachhaltig beeinflusst. Mit der Swisscoy als Beitrag zur NATO-geführten KFOR und dann später dem Beitrag zur EU-geführten ALTHEA-Mission in Bosnien-Herzegowina ist seit Beginn des 21. Jahrhunderts das Gros der schweizerischen militärischen Friedensförderung im Balkan im Einsatz. Nach ersten Startschwierigkeiten (fehlender Selbstschutz) hat sich insbesondere das Swisscoy-Engagement zu einem der tragenden Pfeiler der KFOR in Kosovo entwickelt.
Angestrebtes Ziel
Die Teilnehmenden sollen nach Abschluss der Reise …
- Die komplexen Rahmenbedingungen in politischer, kultureller, sprachlicher und auch religiöser Hinsicht des Balkans erkennen
- Die Hintergründe und Entwicklungsmöglichkeiten der nach wie vor spannungsgeladenen sicherheitspolitischen und militärischen Lagen in Bosnien-Herzegowina und Kosovo ergründen
- Die Bedeutung der militärgeschichtlichen Schlüsselereignisse ab dem 14. Jahrhundert für die nationalistischen Perzeptionen der verschiedenen Ethnien erleben und erkennen
- Das schweizerische Engagement in der militärischen und zivilen Friedensförderung in den beiden Ländern unter anderem durch Besuche bei KFOR/Swisscoy und EUFOR Althea kennen
- Die Bedeutung der schweizerischen militärischen Friedensförderung für die Sicherheit der Schweiz am Beispiel des Engagements im Balkan erkennen.
Programm
Erster Reisetag: Sonntag, 13. September 2026
Zürich – Wien – Sarajevo
08:50 Abflug ab Zürich via Wien nach Sarajevo. Transfer ins Hotel. Leichter Lunch und Einführung in die sicherheitspolitische Lage und zum Bosnienkrieg 1992-1995. Anschliessend geführter Rundgang durch die orientalisch geprägte Altstadt mit ihren Kirchen, Moscheen und dem Basar.

Abendessen und Übernachtung**** in Sarajevo.
Zweiter Reisetag: Montag, 14. September 2026
MTT – PSOTC – EUFOR
Morgens Besuch des Headquarters des «Mobile Training Teams» (MTT) mit Einführung. Anschliessend Besuch des Genozid-Museums.

Nach dem Mittagessen Verschiebung zum «Peace Support Operations Training Centre» (PSOTC). Präsentation und Austausch mit dem dortigen Schweizer Kontingent der ALTHEA-Mission und des Kommandos EUFOR. Gegen Abend Besuch auf der Schweizer Botschaft. Übernachtung**** in Sarajevo.
Dritter Reisetag: Dienstag, 15. September 2026
Mostar und Jablanica
Morgens Fahrt nach Mostar. Besuch beim örtlichen «Liaison and Observation Team» (LOT). Anschliessend Stadtrundgang und Besichtigung der weltbekannten Brücke sowie des lokalen Museums.

Nach dem Mittagessen Weiterfahrt nach Konjic bei Jablanica und Besichtigung des 6‘500m2 umfassenden Tito-Bunkers (Reserve-Führungsanlage der Jugoslawischen Volksarmee). Rückfahrt nach Sarajevo und freier Abend für individuelle Erkundungen. Abendessen individuell. Übernachtung**** in Sarajevo.
Vierter Reisetag: Mittwoch, 16. September 2026
Sarajevo – Pristina
Weil die Fahrt auf dem Landweg lange und beschwerlich wäre, reisen wir heute per Flugzeug von Sarajevo via Wien nach Pristina, der Hauptstadt der Republik Kosovo. Transfer in die Stadt, Gepäckdepot und leichtes Mittagessen im Hotel. Am Nachmittag Empfang mit Briefing auf der Schweizer Botschaft. Gemeinsames Abendessen. Übernachtung**** im Hotel Swiss Diamond in Pristina.

Fünfter Reisetag: Donnerstag, 17. September 2026
Pristina, die Swisscoy und Mitrovica
Morgens kurzer Transfer zum Standort der Swisscoy / KFOR im Westen von Pristina. Besuch und Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort.

Nach dem Mittagessen Fahrt mit dem Bus nach Mitrovica und Besuch des dortigen «Liaison and Monitoring Teams» (LMT). Anschliessend Besichtigung der sprachlich zweigeteilten Stadt am Fluss Ibar.

Gegen Abend sind wir zurück in Pristina. Gemeinsames Farewell-Dinner und Übernachtung**** in Pristina.
Letzter Reisetag: Freitag, 18. September 2026
Das Amselfeld und Rückreise
Nach dem Frühstück kurzer Bustransfer in die Umgebung von Pristina und Studium der Schlacht auf dem Amselfeld (15.06.1389). Anschliessend Weiterfahrt nach Gračanica und Besuch des dortigen serbisch-orthodoxen Klosters (UNESCO-Weltkulturerbe).

Nach dem Mittagessen Transfer nach Prizren und geführter Rundgang durch diese für den Kosovo prägende Stadt.

Gegen Abend folgt der Transfer zum Flughafen Pristina und Rückflug in die Schweiz. Erwartete Ankunft in Zürich um 22:10 Uhr.
Reisedokumentation
Den Teilnehmenden wird vor der Reise eine, zur thematischen Reisevorbereitung verfasste, schriftliche Dokumentation zugestellt. Die Möglichkeit des Downloads zur Nutzung auf elektronischen Geräten wird nach erfolgter, postalischer Zustellung der gedruckten Version durch die Eingabe eines Passworts gewährleistet. Diesen Code erhalten die Teilnehmenden mit erwähnter Sendung.
Ausrüstung
Bequeme, den diversen Besuchen angemessene Reisebekleidung. Gutes Schuhwerk. Witterungsschutz (die erwartete Durchschnittstemperatur beträgt im September 23 Grad). Empfohlene Landeskarte: freytag&berndt, Bosnien-Herzegowina 1:200’000 bzw. Kosovo, 1:150’000
Einreisebestimmungen
Für die Einreise nach Bosnien-Herzegowina sowie in den Kosovo benötigen Schweizer Staatsangehörige eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Reisepass.
Fitness
GMS – Kategorie L + (leicht plus):
AUSFÜHRUNGEN ZU DEN FITNESS-KATEGORIEN
Kosten pro Person
| Doppelzimmer Mitglied | CHF | 2’945.00 | |||
| Doppelzimmer Nichtmitglied | CHF | 3’045.00 | |||
| Zuschlag Einzelzimmer | CHF | 260.00 | |||
Inbegriffen |
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| GMS-Leistungspaket | |||||
| Getränke zu den Mittagessen | |||||
Nicht inbegriffen |
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| Getränke zu den Abendessen |
Anmeldung
Aktualisiert am 26/02/2026




