gms homeReisenGMS Reiseprogramm17-26 | Von der Feldgendarmerie zur Militärpolizei

17-26 | Von der Feldgendarmerie zur Militärpolizei

Donnerstag, 1. - Freitag, 2. Oktober 2026

Servare. Proteggere. Defendere

Bedeutung der Piktogramme

Inhalt aktualisiert am 26.02.2026

Reiseleitung: Oberst i Gst a D Fritz Lehmann

Zwei Exkursionstage

Neue Reise

Kultureller Reiseanteil: *

Ein Muss für alle, die sich mit der Militärpolizei und ihrer Geschichte auseinandersetzen wollen, die einen Blick hinter die Kulissen der zivilen Polizeiausbildung werfen möchten und die Freude an historischen Festungen haben.

 


Thematische Umschreibung


Lagerweibel, Hurenweibel, Feldweibel, Feldwachtmeister, Feldgendarm, Feldbüttel oder Profoss: Die Bezeichnungen früherer Militärpolizisten klingen wenig schmeichelhaft – doch kein Heer kam ohne eigene Polizeidienste aus. Diese waren für Ordnung und Disziplin in Feld und Lager zuständig. Sie erfüllten eine Vielzahl von Aufgaben – von der Gesundheitspolizei bis zu Exekutionen.

Nach der Französischen Revolution wurde das zivile, wie auch das militärische Polizeiwesen grundlegend reformiert. In der Mediationsepoche entstanden die kantonalen Landjägerkorps. Auch das eidgenössische Militär setzte Feldjäger ein und später – im Zuge der Militärreformen Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts – formierte man Detachemente von Feldgendarmen.

Im Ersten Weltkrieg versahen zivile Landjäger und Polizisten ihren Milizdienst als Feldgendarmen. Sie setzten die Disziplin durch, leisteten Ordnungsdienste, ermittelten und übernahmen vielfältige Aufgaben im Truppenalltag. Im Zweiten Weltkrieg traten Heerespolizisten in Aktion: Sie bekämpften Kriminalität innerhalb der Truppe, verfolgten Delikte, wehrten Spionage ab und schützten Kommandanten sowie wichtige Infrastrukturen. Und, ja, und sie führten auch verurteilte Landesverräter vor die Exekutionspelotons. Den Kern dieser Miliztruppe bildeten stets zivile Profis.

In den 1990er-Jahren folgten mehrere Reformen, bis die heutige Militärpolizei einsatzgerecht aufgestellt war. Wir werden auf unserer Reise eine vollständig reformierte Militärpolizei antreffen. Dieser Entwicklung wollen wir nachgehen – und dabei auch die Unterschiede zur Zivilpolizei herausarbeiten. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen einer diskreten, jedoch hochprofessionellen Truppe. Wir wollen uns aber auch mit der Gegenseite beschäftigen und uns ins kriminelle Denken einarbeiten, anhand eines historischen Beispiels. Den Abschluss bildet ein Besuch der Polizei-Ausbildungsstätte in Savatan (VS).

Programm


Erster Reisetag: Donnerstag, 1. Oktober 2026

Zürich – Bern – Payerne – Martigny

08:00 Uhr Abfahrt mit dem Bus ab Zürich. 09:30 Uhr Zustiegsmöglichkeit in Bern. Weiterfahrt nach Payerne VD zum neuen Trainingsgelände der Militärpolizei. Begrüssung durch die Verantwortlichen und Einführung in das Ausbildungsprogramm der just reformierten und professionalisierten Militärgendarmerie. Dieses umfasst sowohl Theorie als praktische Vorführungen, beispielsweise mit Diensthunden.

Das aktuelle Einsatzspektrum wird vermittelt und auch die Geschichte der Militärpolizei kommt nicht zu kurz. Gegen Abend Weiterfahrt nach Martigny VS. Gemeinsames Mittag– und Abendessen. Übernachtung***s in Martigny.

Das abwechslungsreiche Ausbildungs- und Aufgabenfeld der MP vermag junge Fachberufs-Aspirantinnen und – Aspiranten zu begeistern.

Letzter Reisetag: Freitag, 2. Oktober 2026

Savatan – Saillon – Bern – Zürich

Morgens erreichen wir nach kurzer Fahrt die ehemalige Festung von Savatan, wo sich heute die interkantonale Polizeischule der Westschweizer Korps und der Militärpolizei befindet.

Absolventen der (zivilen) Westschweizer Polizeischule in Savatan

Wir arbeiten die Unterschiede zwischen militärischer und ziviler Polizeiarbeit heraus und erhalten Einblick in Organisationen, die ungern im Rampenlicht stehen.

Gemeinsames Training mit Einheiten der kantonalen Polizeikorps finden regelmässig statt

Kurze Besichtigung der Festungsgalerie, gepaart mit einem Vortrag über die Geschichte des Diapositivs von St. Maurice. Dann beschäftigen wir uns mit der Gegenseite.

Schmiedeiserener Hinweis auf den Standort des Falschgeld-Museums in Saillon

Wir besuchen das Falschmünzermuseum in Saillon und studieren die Geschichte des «Walliser Robin Hood», Samuel Farinet, der die Kantonspolizei Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts in Atem hielt.

Gemeinsames Mittagessen in Saillon. Rückfahrt in die Deutschschweiz. 17:30 Uhr Ausstiegsmöglichkeit in Bern. 19:45 Uhr erwartete Ankunft in Zürich.

 


Reisedokumentation

Den Teilnehmenden wird vor der Reise eine, zur thematischen Reisevorbereitung verfasste, schriftliche Dokumentation zugestellt. Die Möglichkeit des Downloads zur Nutzung auf elektronischen Geräten wird nach erfolgter, postalischer Zustellung der gedruckten Version durch die Eingabe eines Passworts gewährleistet. Diesen Code erhalten die Teilnehmenden mit erwähnter Sendung.

Ausrüstung


Bequeme Reisebekleidung, gutes Schuhwerk, Witterungsschutz.

 

Fitness


GMS – Kategorie L + (leicht plus):

AUSFÜHRUNGEN ZU DEN FITNESS-KATEGORIEN

Kosten pro Person


Doppelzimmer Mitglied CHF 725.00
Doppelzimmer Nichtmitglied CHF 805.00
Zuschlag Einzelzimmer CHF 65.00
Inbegriffen
GMS-Leistungspaket
Getränke zu den Mittagessen
Nicht inbegriffen
Getränke zu den Abendessen

 


Anmeldung


 

ZUR ONLINE-ANMELDUNG

ANMELDUNG ALS PDF        


Aktualisiert am 26/02/2026

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