gms homeReisenGMS Vergangene Reisen06-26 | Die Ostfront 1945

06-26 | Die Ostfront 1945

Montag, 8. - Freitag, 12. Juni 2026

Der wenig bekannte Ostwall – von der Oder bis zur Kapitulation

Bedeutung der Piktogramme

Inhalt aktualisiert am 26.04.2026

Reiseleitung: Oberst a D Kurt Steinegger

Fünf Reisetage

Neues Reiseangebot

Kultureller Reiseanteil: *

Ein Muss für alle, welche die einmalige Gelegenheit nutzen wollen, sich bleibende Eindrücke über die Endkämpfe an der Ostfront zu verschaffen.


Thematische Umschreibung


Diese GMS-Reise führt uns in Polen zu noch bestehenden Bauten und Überresten des ab 1934 erstellten, über hundert Kilometer langen Ostwalls, die nur mit kundiger Führung und Erläuterung zu besichtigen sind. Sie bietet zudem eine wohl einmalige Gelegenheit, operative und taktische Aspekte der Endkämpfe 1945 im Gelände zu erkunden. Wir «erleben» das Geschehen vom Ostwall – 1945 fast nur noch mit Mannschaften des Volkssturms besetzt – bis zu den blutigen Kämpfen an den Seelower Höhen und zur Kapitulation in Berlin.

Mit einer mächtigen Angriffsoperation stiess die 1. Weissrussische Front im Herbst 1944 innerhalb von wenigen Wochen bis zu 500 Kilometer vor und erreichte damit das Gebiet des Oder Warte Bogens. Was sich so leicht anhört, war jedoch das Ergebnis erbitterter Kämpfe. Deutschland versuchte, trotz des Verlustes der strategischen Initiative und des Personal- und Materialmangels, mittels Improvisation und Mobilisierung der letzten Reserven den Widerstand zu organisieren. Die Schlacht um das Reichsgebiet verlief in einer Atmosphäre, die sich grundlegend von den Schlachten ausserhalb Deutschlands unterschied. Alte Männer und Hitlerjugend verteidigten sich mit fanatischer Hartnäckigkeit, da sie glaubten, es ginge um die Existenz des Vaterlandes.

Mit einer ungeheuren Konzentration von Menschen und Material wurden die letzten Schlachten des Zweiten Weltkrieges auf europäischem Boden geführt. Die Wehrmacht leistete der Roten Armee vor allem im brandenburgischen Raum bis ins Zentrum der in Trümmern liegenden Reichshauptstadt hartnäckigsten Widerstand. Die Schlachten um die Tirschtiegelstellung, den Ostwall, die Seelower Höhen und um die Reichshauptstadt Berlin wurden zum blutigen Kulminationspunkt. Keine andere Landschaft in Deutschland wurde derartig durch den Krieg umgepflügt, so dass noch heute Spuren im Gelände zu finden sind. Auf beiden Seiten starben in den letzten «fünf Minuten vor zwölf» tausende Soldaten einen sinnlosen Tod. Der von Stalin forcierte Wettlauf mit den Westalliierten nach Berlin wurde noch beschleunigt durch den Wettlauf der ehrgeizigen, miteinander konkurrierenden Generäle Schukow und Konew um den Siegesruhm.

Unmittelbar bevor die russischen Truppen das Regierungsviertel in Berlin stürmten, beging Hitler im Führerbunker unter der Reichskanzlei Selbstmord. Viele der letzten bei ihm verbliebenen Naziführer versuchten danach, durch Flucht aus der umklammerten Reichshauptstadt zu entkommen, um nicht in sowjetische Kriegsgefangenschaft zu geraten. Die Verteidiger von Berlin kapitulierten am 2. Mai 1945 bedingungslos gegenüber der sowjetischen Führung. Die übrigen Teile der Wehrmacht kapitulierten in der Pionierkaserne in Berlin Karlshorst in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945. Damit endete das 1000-jährige Reich bereits nach 13 Jahren in Schutt und Asche.

Vorgesehenes Programm


Erster Reisetag: Montag, 8. Juni 2026

Zürich – Berlin – Świebodzin

12:40 Uhr Abflug ab Zürich nach Berlin. Nach der Landung Fahrt mit dem Bus über die polnische Grenze nach Świebodzin. Zimmerbezug für zwei Nächte. Nach einer Einführung im Theorieraum in die Thematik «Ostwall», Fahrt nach Olobok. Besichtigung des Wasserschlosses K602, der Kipp-Rollbrücke und der Panzerwerke 656 und 657. Rückfahrt zum Hotel. Gemeinsames Abendessen im Hotel. Übernachtung*** in Świebodzin.

Kazematte am Fluss Olobok (Wasserschloss K 602)

Zweiter Reisetag: Dienstag, 9. Juni 2026

Unterwegs entlang dem Ostwall

Morgens Fahrt zum Ostwallmuseum in Lagow. Besichtigung der Panzerwerke 717 und 716, des unterirdischen Bahnhofs «Heinrich» sowie des Panzerwerks 657, welche durch tief unter der Erde liegende, massiv ausbetonierte Gänge, miteinander verbunden sind. Rückfahrt zum Museum in einem BTR Schützenpanzerwagen mit anschliessenden Informationen über die Kämpfe um den Ostwall. Nach dem Mittagessen und Museumsbesuch Weiterfahrt mit einem BTR Schützenpanzerwagen zur Besichtigung der Panzerwerke 724 und 745 sowie der Umladestation A64, bei welcher das Material auf die unterirdische Stollenbahn umgeladen wurde. Apéro und Abendessen im Hotel. Übernachtung*** in Świebodzin.

Führungsbunker der «Werkgruppe Scharnhorst» im Panzerwerk 717

Dritter Reisetag: Mittwoch, 10. Juni 2026

Świebodzin – Seelow

Fahrt zur Werkgruppe Schill mit den Panzerwerken 754 und 757. Nach deren Besichtigung Weiterfahrt zur Drehbrücke D812 bei Stary Dworek. Anschliessend Mittagessen in einem Restaurant in Skwierzyna. Am Nachmittag Fahrt mit dem Bus westwärts nach Seelow. Zimmerbezug für zwei Nächte, anschliessend Vortrag im Theorieraum zum Thema «Von der Oder bis Berlin». Abendessen im Hotel. Übernachtung*** in Seelow.

Panzerwerk der «Werkgruppe Schill»

Vierter Reisetag: Donnerstag, 11. Juni 2026

Seelow, die Oder und Küstrin

Fahrt zur Gedenkstätte Seelower Höhen. Besuch der Ausstellung mit Film und Führung im Aussenbereich. Anschliessend Fahrt ins Gelände mit Geländebesprechungen zum Kampfverfahren der deutschen 9. Armee sowie zur Bildung der Brückenköpfe an der Oder durch die sowjetischen Armeen. Mittagessen in Gorgast.

Die Gedenkstätte auf den «Seelower Höhen»

Fahrt zur Festung Küstrin mit Ausführungen zum Ende der deutschen Garnisonsstadt. Danach Besuch des Ortsstützpunktes Klessin mit Erläuterungen zum Kampf um den zweiten Verteidigungsstreifen und dem Beginn der Berliner Operationen.

Kriegsschauplatz Schloss Klessin

Rückfahrt zum Hotel in Seelow. Abendessen im Hotel. Übernachtung*** in Seelow.

Letzter Reisetag: Freitag, 12. Juni 2026

Seelow – Karlshorst – Zürich

Fahrt ins Kapitulationsmuseum in Berlin Karlshorst. Thematische Führung «Bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945». Erklärungen zur sowjetischen Militäradministration sowie zum Sitz der sowjetischen Geheimdienste bis 1989 in Karlshorst.

Kapitulationsmuseum in Berlin Karlshorst

Danach Fahrt zum Flughafen Berlin-Brandenburg und Rückflug nach Zürich-Flughafen.


Reisedokumentation

Den Teilnehmenden wird vor der Reise eine, zur thematischen Reisevorbereitung verfasste, schriftliche Dokumentation zugestellt. Die Möglichkeit des Downloads zur Nutzung auf elektronischen Geräten wird nach erfolgter, postalischer Zustellung der gedruckten Version durch die Eingabe eines Passworts gewährleistet. Diesen Code erhalten die Teilnehmenden mit erwähnter Sendung.

Ausrüstung


Bequeme Reisebekleidung, festes Schuhwerk. Witterungsschutz (die erwartete Durchschnittstemperatur im Juni beträgt an der Oder 23 Grad). Empfohlene Landeskarte: Polen, 1:500’000, freytag&berndt

Einreisebestimmungen


Für die Einreise nach Deutschland und Polen benötigen Schweizer Staatsangehörige eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Reisepass.

Fitness


GMS – Kategorie L + (leicht plus):

AUSFÜHRUNGEN ZU DEN FITNESS-KATEGORIEN

Kosten pro Person


Doppelzimmer Mitglied CHF 2’125.00
Doppelzimmer Nichtmitglied CHF 2’225.00
Zuschlag Einzelzimmer CHF 80.00

Inbegriffen

GMS-Leistungspaket
Getränke zu den Mittagessen

Nicht inbegriffen

Getränke zu den Abendessen

Anmeldung


 

ZUR ONLINE-ANMELDUNG

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Aktualisiert am 26/04/2026

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